14:01 25 November 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    3735536
    Abonnieren

    Frankreich hat am Samstag beschlossen, seinen Botschafter aus der Türkei abzuberufen, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron mit harten Worten attackiert hatte.

    Erdogan hatte zuvor Macron empfohlen, seine „Psyche behandeln“ zu lassen. Damit reagierte der türkische Präsident auf den Appell seines französischen Amtskollegen, einen „Islam der Aufklärung“ in Frankreich aufzubauen.

    Macron hatte Anfang Oktober Maßnahmen im Kampf gegen „islamistischen Separatismus“ vorgestellt. Es gehe darum, einen „Islam der Aufklärung“ aufzubauen und ihn von ausländischem Einfluss zu befreien. Auch die Finanzierung von Moscheen soll stärker kontrolliert werden. Am 9. Dezember soll laut Macron ein Gesetz vorgelegt werden, das die republikanischen Werte in Frankreich stärken soll.

    Am Freitag war nahe Paris ein Schullehrer angegriffen und enthauptet worden, nachdem er in seinem Unterricht zur Meinungsfreiheit Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed gezeigt hatte. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Tat als islamistischen Terroranschlag.

    Seitdem gilt für die französischen Sicherheitskräfte erhöhte Wachsamkeit: Am Freitag sperrte die Polizei die Große Pariser Moschee weiträumig ab, nachdem ein Unbekannter einen Feuerwerkskörper auf die Besucher geworfen hatte. Verletzt wurde Berichten zufolge niemand.

    ta/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Medizinprofessor kritisiert Corona-Politik: „Die Zahlen des RKI sind das Papier nicht wert“
    „Ihr verdammten Kinder- und alte Menschen-Mörder“: Auto fährt in Tor des Bundeskanzleramts
    Auch Verteidigungsamt betroffen: Trumps Regierung bereitet umfassende Sanktionen gegen Russland vor
    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron