12:47 03 Dezember 2020
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    Ankara hat nach Angaben der örtlichen Marinebehörde die Erkundungsmission ihres Gas-Forschungsschiffs „Oruç Reis“ erneut verlängert.

    Das Schiff soll jetzt bis zum 4. November südlich der griechischen Insel Rhodos seismische Erkundungen durchführen.

    Das Forschungsschiff sei in der Lage, alle Arten von geologischen, geophysikalischen, hydrografischen und ozeanografischen Untersuchungen durchzuführen, insbesondere die Suche nach Festlandsockeln und natürlichen Ressourcen.

    Die Türkei hatte das Schiff vor rund zwei Wochen zur Gas-Suche ins östliche Mittelmeer in der Nähe der griechischen Inseln geschickt. Dies soll den Gasstreit mit ihrem Nachbarn Griechenland neu entfacht haben. So hätten die beiden Nato-Partner am Freitag für kommende Woche geplante Militärübungen abgesagt, was als Zeichen der Entspannung gewertet wurde.

    Erdgasstreit im Mittelmeer

    Griechenland und die Türkei streiten sich seit Langem um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, wo das Forschungsschiff „Oruç Reis“ derzeit begleitet von Kriegsschiffen nach Gas sucht. Die Erkundungen sind aus Athener Sicht illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehört. Auch die EU hatte die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie zu stoppen.

    Ankara hingegen vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören. Einen ähnlichen Konflikt gibt es um die Insel Zypern, vor deren Küste bereits reiche Erdgasvorkommen entdeckt wurden.

    aa/dpa/sb

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    Tags:
    Untersuchung, Forschungsschiff, Griechenland, Streit, Erdgas, Türkei