21:18 23 November 2020
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    Die Anwesenheit von Amerikanern in Afghanistan fördert laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Stabilität im Land und widerspricht nicht den nationalen Interessen Russlands.

    Russland habe von Anfang an die Anwesenheit amerikanischer Truppen in Afghanistan unterstützt und auch für die entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrates gestimmt, erinnerte Putin während der Sendung des Fernsehsenders „Rossiya 1“.

    „Ich glaube immer noch, dass die Anwesenheit der Amerikaner in Afghanistan unseren nationalen Interessen nicht widerspricht“, betonte der russische Präsident.

    Er wies darauf hin, dass Russland die Präsenz der Amerikaner in Afghanistan nicht bekämpfen müsse, weil sie zur Stabilität in diesem Land beitrage. Seiner Meinung nach gibt es mit dem Rückzug des US-Kontingents aus Afghanistan viele Risiken. Russland müsse dann „zusätzliches Geld ausgeben“, um dort Stabilität zu gewährleisten.

    Angebliche Kopfgelder Moskaus

    Putin hat auch zu den Aussagen des US-Präsidentschaftskandidaten Biden während der Abschlussdebatten und insbesondere zu dessen Behauptung Stellung genommen, Russland zahle „Geld für die Ermordung amerikanischer Soldaten in Afghanistan“. Er betonte, dass solche Aussagen „zumindest seltsam klingen und absolut keine Grundlage haben“.

    Russlands Präsident erinnerte daran, dass diese Informationen im Sommer zum ersten Mal in die amerikanischen Presse „durchgesickert“ seien. US-Außenminister Mike Pompeo habe danach den russischen Außenminister Sergej Lawrow und der US-Verteidigungsminister Mark Esper – seinen russischen Amtskollegen Sergej Schoigu – angerufen.

    „Und dann erklärten Beamte auf höchster militärischer Ebene und auch auf Ebene der amerikanischen Geheimdienste, dass sie keine Bestätigung für Informationen dieser Art hätten. Es ist äußerst seltsam, dass einige die Zeitungen in den Vereinigten Staaten lesen, aber die Aussagen ihrer Beamten ignorieren“, fügte Putin hinzu.

    Bericht über angebliches Kopfgeld

    Die Zeitung „The New York Times“ veröffentlichte Ende Juni unter Verweis auf anonyme Mitarbeiter der US-Geheimdienste einen Artikel, in dem behauptet wurde, die russische Militäraufklärung hätte Terrorkämpfern, die mit den Taliban verbunden seien, eine Belohnung für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten.  In einem weiteren Artikel berichtete das Blatt, dass US-Beamte Daten abgefangen hätten, welche vom russischen Militärgeheimdienst getätigte Geldüberweisungen auf ein Bankkonto der Taliban belegen sollen.

    Der amerikanische Präsident Donald Trump teilte diesbezüglich mit, dass der US-Nachrichtendienst diese Informationen für nicht vertrauenswürdig gehalten und sie ihm deshalb nicht zur Verfügung gestellt habe. Laut Trump handelt es sich bei dem Bericht um einen weiteren Schwindel, der ihm und der Republikanischen Partei schaden soll.

    Auch die russische Botschaft in Washington bezeichnete den Artikel als „Fake“. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach in diesem Zusammenhang von einer Fälschung, welche eine der renommiertesten Zeitungen der Welt leider nicht scheuen würde.

    aa/sna/mt

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    Tags:
    Präsenz, US-Truppen, Stabilität, Afghanistan, USA, Putin