06:12 03 Dezember 2020
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    Die iranischen Bodentruppen haben in den an Armenien und Aserbaidschan angrenzenden Regionen Übungen durchgeführt.

    Die Ziele der Übungen sollen darin bestanden haben, Stärke zu demonstrieren und die Gefechtsbereitschaft zu erhöhen. Die Übungen hätten Infanterie- und Artillerieeinheiten sowie Drohnen umfasst.

    „In den nordwestlichen Grenzregionen des Landes wurden Übungen für Bodentruppen abgehalten“, sagte der Pressedienst der iranischen Armee am Sonntag.

    Das Militär gibt nicht an, an der Grenze mit welchen Ländern die Übungen durchgeführt wurden, jedoch grenzt der Iran im Nordwesten an die Türkei, Armenien und Aserbaidschan.

    Die iranische Armee sagte auch nicht, ob die Übung mit den steigenden Spannungen und den Zusammenstößen in der Karabach-Konfliktzone zusammenhängt. Zuvor hatte das iranische Militär angedeutet, dass es den Schutz seiner Grenzen im Nordwesten angesichts von Granaten und Raketen, die aus dem Konfliktgebiet das Territorium des Landes treffen, verstärke.

    Eskalation in Bergkarabach

    Am 27. September war es zu Kämpfen an der Berührungslinie in der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach gekommen. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden friedliche Siedlungen in Karabach, einschließlich der Hauptstadt Stepanakert, mit Artillerie beschossen. Die Behörden erklärten später den Kriegszustand und eine Mobilmachung in der Republik. Baku und Jerewan machten sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich.

    Auch Armenien verkündete den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung. Aserbaidschan führte den Kriegszustand in einigen Regionen des Landes sowie eine landesweite Ausganssperre ein und verkündete eine teilweise Mobilmachung.

    Die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Vereinigten Staaten und Frankreichs, die als Ko-Vorsitzende der Minsker Gruppe der OSZE zur Karabach-Regelung fungieren, forderten die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf. Sie verurteilten die Eskalation und äußerten den Angehörigen der Toten und Verletzten im Konflikt ihr Beileid. Zudem riefen sie dazu auf, die Kämpfe einzustellen und sich zur Aufnahme von Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu verpflichten.

    Die Türkei versprach, Aserbaidschan jede gewünschte Unterstützung vor dem Hintergrund einer weiteren Verschärfung der Lage in Bergkarabach zu gewähren.

    aa/sna/mt

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    Tags:
    Grenzen, Schutz, Bergkarabach-Konflikt, Militär, Übungen, Iran