02:18 27 November 2020
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    Trumps Truppenabzug aus Deutschland kommt noch nicht in Gang; SPD-Politiker Thomas Oppermann ist tot; Mittelstand erwartet Corona-Pleitewelle spätestens nach der Bundestagswahl; CDU-Präsenzparteitag vom Tisch – Merz will Klärung; Merkel warnt intern vor sehr, sehr schweren Monaten; Boykott gegen Frankreich

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Trumps Truppenabzug aus Deutschland kommt noch nicht in Gang

    Der geplante Abzug von etwa einem Drittel der US-Soldaten aus Deutschland hat auch mehr als vier Monate nach der Ankündigung durch US-Präsident Donald Trump noch nicht begonnen. Die Kommandozentrale für die US-Streitkräfte in Europa (Eucom) in Stuttgart teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, dass die Vorbereitung noch Zeit brauche. Die Planung erfolge auf den höchsten Ebenen und berücksichtige zahlreiche Überlegungen. Dies werde einige Zeit dauern, heißt es in der schriftlichen Antwort. Die Soldaten würden über die Planungen auf dem Laufenden gehalten. Zu diesem Zeitpunkt habe man aber keine weiteren Einzelheiten zu bieten und könne auch nicht über Zeitpläne spekulieren.

    SPD-Politiker Thomas Oppermann ist tot

    Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann ist tot. Der SPD-Politiker starb Medienberichten zufolge am Sonntag, nachdem er bei Dreharbeiten mit dem ZDF zusammengebrochen war. Er wurde 66 Jahre alt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bekundete bei Twitter sein Beileid. „Die Nachricht vom plötzlichen Tode meines Kollegen und Genossen Thomas Oppermann erfüllt mich mit tiefer Trauer“, schrieb er. Thomas Oppermann hinterlässt seine Lebensgefährtin, einen gemeinsamen Sohn und eine Tochter sowie zwei Töchter aus früherer Ehe.

    Mittelstand erwartet Corona-Pleitewelle spätestens nach der Bundestagswahl

    Der Mittelstand erwartet spätestens nach der kommenden Bundestagswahl infolge der steigenden Corona-Infektionen eine Pleitewelle. Er erwarte eine starke Zunahme der Unternehmensinsolvenzen und einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen, sagt der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, der „Augsburger Allgemeinen“. Er warnte zudem vor einem zweiten Lockdown: „Das wäre der wirtschaftliche GAU für das Land.“ Der Mittelstand erwarte einen klaren Maßnahmenplan zur Entlastung der Unternehmen, um Investitionen und damit Wachstum zu fördern. Ohoven will die Abschaffung des Soli für alle, Senkung der teuersten Stromsteuer auf EU-Niveau und einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 15 Prozent auf Dauer.

    CDU-Präsenzparteitag vom Tisch – Merz will Klärung

    Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU mit 1001 Delegierten zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden in Stuttgart ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer heute den CDU-Gremien vorstellen werde. Friedrich Merz pocht auf eine Klärung der offenen Führungsfrage noch in diesem Jahr.

    Merkel warnt intern vor sehr, sehr schweren Monaten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, sagte Merkel laut „Bild“ in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in dieser Woche zeigte sich Merkel besorgt. Sie habe „kein so gutes Gefühl“, sagte die Kanzlerin demnach. So könne es nicht weitergehen.

    Boykott gegen Frankreich

    Nach Äußerungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bahnt sich ein neuer Streit um Karikaturen über den islamischen Propheten Mohammed an. Mehrere arabische Länder nahmen gestern einen Boykott gegen Frankreich auf. Händler in Jordanien, Kuwait und Katar nahmen französische Waren aus ihren Filialen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf Macron Islamfeindlichkeit vor, zweifelte an dessen geistiger Gesundheit und bezeichnete Macron unter anderem als Krankheitsfall, der sich untersuchen lassen müsse.

    mk/sb

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    Tags:
    Angela Merkel, Thomas Oppermann, Coronavirus, USA, Deutschland