19:02 27 November 2020
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat bei einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis Athen und Ankara aufgerufen, so schnell wie möglich Maßnahmen zur Deeskalation im Ostmittelmeer zu ergreifen.

    Einige Streitpunkte zwischen Griechenland und der Türkei können dem Minister zufolge nur durch einen direkten Dialog zwischen den zwei Ländern gelöst werden.

    „Notwendig ist es, so schnell wie möglich Maßnahmen zur Verringerung der Spannungen und zum Übergang zur Regelung aller dort entstehenden Probleme – und es sind nicht wenige – durch Verhandlungen unmittelbar zwischen den betroffenen Seiten zu ergreifen.“

    Moskau habe stabile und gute Beziehungen zu den Ländern der Region und könnte als Vermittler agieren, so Lawrow.

    „Sollte es einen Willen und ein Interesse seitens unserer Partner geben, werden wir bereit sein, mit allen Mitteln die Normalisierung der dortigen Lage zu fördern.“

    Erdgasstreit im Mittelmeer

    Griechenland und die Türkei streiten sich seit Langem um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, wo das Forschungsschiff „Oruç Reis“ derzeit begleitet von Kriegsschiffen nach Gas sucht. Die Erkundungen sind aus Athener Sicht illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehört. Auch die EU hatte die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie zu stoppen.

    Ankara vertritt hingegen den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören. Einen ähnlichen Konflikt gibt es um die Insel Zypern, vor deren Küste bereits reiche Erdgasvorkommen entdeckt wurden.

    mo/mt/sna

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    Tags:
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