18:30 27 November 2020
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    Die Situation an der Grenze des russisch-weißrussischen Unionsstaates zu Nato-Ländern bleibt unruhig, und es ist eine vorrangige Aufgabe des russischen Verteidigungsministeriums, die Sicherheit dort zu gewährleisten, erklärte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag.

    Er sprach in einer Videositzung des gemeinsamen Kollegiums der Verteidigungsämter Russlands und Weißrusslands.

    „Die unruhige Situation bleibt an den Westgrenzen des Unionsstaates erhalten, wo die Nato ihre vorgelagerte Präsenz weiter aufstockt“, sagte Schoigu.

    „Unter den Bedingungen der aktuellen militärpolitischen Situation in der Region sowie angesichts neuer Herausforderungen und Bedrohungen – vor allem vonseiten des internationalen Terrorismus – betrachtet das Verteidigungsministerium Russlands die Gewährleistung der militärischen Sicherheit des Unionsstaates als eine seiner vorrangigen Aufgaben“, betonte Schoigu.

    Seinen Worten zufolge verbessert die Nordatlantische Allianz ihre militärische Infrastruktur. Sie rüste sich mit materiell-technischen Mitteln, Waffen und Militärtechnik an den Grenzen zum Unionsstaat aus. Die US-Raketenabwehr werde verstärkt, deren Startrampen könnten auch für Offensivwaffen genutzt werden.

    „Trotz der Pandemie lässt die Intensität der Militärübungen der Allianz nicht nach“, so Schoigu.

    Nato-Rotationsgruppierung wächst zahlenmäßig

    Der weißrussische Verteidigungsminister Viktor Chrenin merkte an, dass in den an Weißrussland grenzenden Ländern immer häufiger Nato-Übungen durchgeführt würden und die Präsenz der US-Armee erhöht werde. 

    „In den vergangenen Jahren ist die Rotationsgruppierung der Nato in den Nachbarländern Weißrusslands auf mehr als das 17-Fache gestiegen und ist nun 10.000 Mann stark“, so Chrenin.

    Die USA sind mit Unterstützung ihrer Nato-Verbündeten aus den Verträgen über Raketenabwehr, über den offenen Himmel und über Mittel- und Kurzstreckenraketen ausgestiegen und haben es abgelehnt, eine angepasste Fassung des Vertrages über konventionelle Streitkräfte in Europa zu ratifizieren. All das sei darauf gerichtet, „die internationale und regionale Sicherheit zu untergraben und ein Rechtsfeld für die Militarisierung des europäischen Kontinents durch die ständige US-Präsenz zu sichern“.

    ls/mt

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    Tags:
    US-Armee, Verteidigungsministerium, NATO, Russland, Weißrussland