19:47 24 November 2020
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    Massive Einschränkungen im Alltag geplant; Städtetag fordert einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln; SPD verspricht Hilfen für Veranstaltungsbranche; Deutsche Bahn schaltet eigene Rechenzentren ab; Gewalt und Festnahmen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien; Microsoft profitiert von Trend zum Homeoffice

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Massive Einschränkungen im Alltag geplant

    Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen noch vor Weihnachten die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen. Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten heute Nachmittag hervor.

    Städtetag fordert einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln

    Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt der Deutsche Städtetag auf eine bundeseinheitliche Verschärfung der Corona-Regeln. Trotz beängstigend steigender Zahlen müsse man einen zweiten vollständigen Lockdown wie im Frühjahr verhindern, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Zahl der Infektionen müsse deutlich heruntergehen, ohne dass Schulen und Kitas geschlossen werden müssen. Die Menschen sollen weiter einkaufen gehen können. Und die wirtschaftliche Erholung dürfe nicht abgewürgt werden. Dazu sollten alle Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen, wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde, fordert Jung. Dann blickten die Menschen besser durch und man habe nicht dauernd die öffentliche Debatte über einen Flickenteppich.

    SPD verspricht Hilfen für Veranstaltungsbranche

    Angesichts der Diskussion um einen neuerlichen Lockdown stellt die SPD der notleidenden Veranstaltungsbranche Hilfen in Aussicht. Oberstes Ziel aller müsse jetzt sein, die Ansteckungswelle zu brechen. Und leider treffe das die Veranstaltungsbranche besonders hart, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Parteichefin Saskia Esken und Generalsekretär Lars Klingbeil, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Die Politik müsse die Hilfsprogramme besser an die Bedürfnisse von Kunst- und Kulturschaffenden anpassen, da sie so vielseitig sei, dass sie kaum in ein Raster passe, forderte der SPD-Generalsekretär. Die Veranstaltungsbranche sei nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern sehr viel mehr, sie sei Bereicherung und Haltung. Grünen-Chef Robert Habeck forderte einen sogenannten Unternehmerlohn in Höhe von 1200 Euro für die Solo-Selbstständigen in der Branche. Es gehe um eine Million Jobs. Man müsse jetzt handeln, sonst werde es nach Corona einen großen Teil der Kulturschaffenden nicht mehr geben, sagte Habeck vor einer für heute in Berlin geplanten Demo der Branche.

    Deutsche Bahn schaltet eigene Rechenzentren ab

    Zwei Jahre früher als geplant hat die Deutsche Bahn ihre eigenen Rechenzentren abgeschaltet. Die komplette Informationstechnik wurde in die Cloud verlagert, also in ein externes Netz von Rechnern, teilte das Unternehmen heute in Berlin mit. Die Konzernführung hatte das große IT-Projekt im Jahr 2016 beschlossen, um flexibler und kostengünstiger die rund 450 IT-Anwendungen der Bahn zu betreiben. Nutznießer der Vereinbarung sind auch die US-Konzerne Amazon und Microsoft, die ihre Clouddienste für die Bahn über das Internet zur Verfügung stellen.

    Gewalt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien

    Bei Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien hat es gewalttätige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte unterdessen einen neuen Höchststand – innerhalb eines Tages wurden fast 22.000 Fälle gemeldet. In Rom gerieten am Dienstagabend auf der zentralen Piazza del Popolo mehrere Hundert Menschen mit der Polizei aneinander. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, zündeten Demonstranten Mülleimer an und beschädigten geparkte Fahrräder und Motorroller, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

    Microsoft profitiert von Trend zum Homeoffice

    Microsoft profitiert erheblich vom weltweiten Trend zum Homeoffice in der Corona-Pandemie. Der US-Softwareriese steigerte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal auf 13,9 Milliarden Dollar, teilte er jetzt mit. Dies seien 30 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 37,2 Milliarden Dollar und damit stärker als von Analysten erwartet. Die Nachfrage nach den Cloud-Angeboten sorge für einen starken Start in das Geschäftsjahr, erklärte Finanzchefin Amy Hood. Demnach nahm Microsoft allein durch seine Cloud-Angebote 15,2 Milliarden Dollar ein, 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    mk/sb

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    Tags:
    Microsoft, Deutsche Bahn, Coronavirus, SPD, Einschränkungen, Deutschland