16:10 25 November 2020
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    Die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, haben in einem Telefongespräch die aktuelle Situation im Konfliktgebiet Bergkarabach erörtert, berichtete der Pressedienst des Kremls am Dienstagabend.

    Der russische Staatschef habe „große Besorgnis über die andauernden Kampfhandlungen geäußert sowie darüber, dass immer mehr Terroristen aus dem Nahen Osten in die Gefechte hineingezogen werden“, hieß es. 

    Putin informierte seinen türkischen Amtskollegen auch über Kontakte zu der Führung von Aserbaidschan und von Armenien sowie über Schritte zur schnellstmöglichen Herbeiführung einer Waffenruhe und zur Deeskalation in der Krise.

    Die Gesprächspartner erörterten ferner die Lage in Libyen sowie Fragen des Zusammenwirkens in Syrien, darunter die politische Regelung mit Unterstützung der Länder, die als Garanten für den Astana-Prozess wirken. (Im Astana-Prozess verhandeln Russland, die Türkei und der Iran seit 2017 über Lösungen für den Syrienkrieg.)

    „Verwiesen wurde auf die Wichtigkeit gemeinsamer Bemühungen um die Erfüllung der bestehenden Vereinbarungen zur Stabilisierung in Idlib und im transeuphratischen Gebiet“, wurde hinzugefügt.

    Das Telefongespräch fand auf Initiative Erdogans statt.

    Konflikt um Bergkarabach

    Der Konflikt im umstrittenen Gebiet Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen viele Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich.

    Die Behörden der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach erklärten den Kriegszustand und eine Mobilmachung in der Republik. Auch Armenien verkündete den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung. Aserbaidschan führte in einigen Regionen des Landes das Kriegsrecht ein und verkündete eine teilweise Mobilmachung. Armenien wirft der Türkei vor, Aserbaidschan aktiv zu unterstützen.

    ls/sb

     

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    Tags:
    Syrien, Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien, Türkei, Russland