15:06 25 November 2020
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    Die Türkei will mit „rechtlichen und diplomatischen Maßnahmen“ gegen die Karikatur mit ihrem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ vorgehen, berichten Medien unter Verweis auf eine Mitteilung der Kommunikationsabteilung der Präsidialverwaltung.

    „Es besteht kein Zweifel, dass unsere Nation im Zusammenhang mit dieser Karikatur die notwendigen rechtlichen und diplomatischen Schritte unternehmen wird“, stand in der Botschaft.

    Europa versinke allmählich in „einen schmutzigen Sumpf der Feindschaft mit der Türkei und dem Islam“, so die Mitteilung. Laut Medienberichten ruft Ankara alle Länder und deren Anführer, insbesondere Frankreich, auf, die notwendigen Schritte auf der Grundlage einer verantwortungsvollen und fairen Haltung gegenüber provokativen Angriffen zu unternehmen.

    Die Staatsanwaltschaft von Ankara habe bereits den Beginn einer Untersuchung der „Charlie Hebdo“-Veröffentlichung mit Erdogan-Karikatur angekündigt.

    Erdogans Reaktion

    Der türkische Präsident hat die Karikatur von ihm in der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ während seines Auftritts im Parlament kommentiert.

    „Eine französische Zeitschrift hat eine Karikatur von mir veröffentlicht. Ich habe sie nicht angesehen, um nicht auf das Niveau dieser Schamlosen zu sinken. Ich habe nichts zu dieser Unmoral zu sagen ... Unsere heilige Pflicht ist, Angriffen gegen den Propheten zu widerstehen“, so Erdogan.

    Erdogan-Karikatur

    Die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hat eine Karikatur des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan auf die Titelseite ihrer neuen Ausgabe am Mittwoch veröffentlicht.  Die Zeichnung zeigt den Präsidenten in einem Sessel sitzend, während er einer Frau den Schleier lüfte. Der Titel heißt: „Erdogan - privat ist er sehr lustig“.

    Spannungen zwischen Türkei und Frankreich

    Äußerungen des französischen Präsidenten zu Meinungsfreiheit und zum Islam nach dem Tod des Lehrers Samuel Paty hätten die Stimmung zwischen den beiden Ländern aufgehetzt. Macron hatte mehrfach die Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen verteidigt. Erdogan hatte dazu aufgerufen, französische Waren zu boykottieren und griff Macron persönlich an. Er empfahl dem französischen Staatschef, sich psychisch untersuchen zu lassen.

    aa/sna/mt

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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, Untersuchung, Schritte, Recep Tayyip Erdogan, Karikaturen, Frankreich, Türkei