21:53 27 November 2020
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    Der stellvertretende US-Außenminister für politisch-militärische Angelegenheiten, R. Clarke Cooper, hat die Türkei vor zusätzlichen Sanktionen gewarnt – für den Fall, dass Ankara die erworbenen russischen Flugabwehrsysteme S-400 tatsächlich in Betrieb nimmt. Darüber berichtet das US-Magazin „National Defense“.

    Die Türkei könnte zukünftig einen Rückgang der US-Waffenverkäufe erleben, warnte Cooper.

    „Im stetigen Gespräch, das wir mit türkischen Kollegen geführt haben, ging es darum, dass die S-400 mit US-Plattformen nicht (...) kompatibel ist. Sie ist nicht interoperabel mit der Nato. Und die Inbetriebnahme einer solchen Anlage oder eines solchen Systems birgt ein weiteres Risiko von Sanktionen und weitere Risiken von [Waffen-]Einschränkungen in sich“, sagte er bei einer Videokonferenz am Mittwoch.

    Die US-Regierung habe gegenüber Ankara „sehr deutlich gemacht, dass die Tests der S-400 absolut inakzeptabel waren“, äußerte Cooper. Die Verhängung von Wirtschaftssanktionen sei eine politische Option, die sehr wohl auf dem Tisch liege.

    Die Lieferungen der modernsten russischen Flugabwehrsysteme S-400, die eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten ausgelöst hatten, hatten Mitte Juli 2019 begonnen. Washington forderte Ankara auf, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen und im Gegenzug amerikanische Systeme „Patriot“ zu kaufen. Die USA drohten, den Verkauf der neuesten Kampfflugzeuge F-35 an die Türkei zu verzögern oder zu stornieren sowie Sanktionen gemäß dem sogenannten Gesetz zur Bekämpfung der Gegner Amerikas (CAATSA) zu verhängen. Ankara weigerte sich, Zugeständnisse zu machen, und setzte die Verhandlungen über eine weitere Lieferung von S-400-Systemen fort.

    asch/sna/ae

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    Sanktionen, Inbetriebnahme, Raketensystem S-400 Triumph, Raketenabwehrsystem S-400, S-400, S-400, Türkei, USA