05:21 01 Dezember 2020
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    Nach der tödlichen Messerattacke in Nizza haben die Spitzen der EU-Institutionen sowie andere führende Politiker Frankreich ihre Solidarität zugesichert.

    Ganz Europa sei solidarisch mit dem Land, schrieb EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag auf Twitter. Man bleibe angesichts der Barbarei und des Fanatismus geschlossen und entschlossen. Sie verurteilte den „abscheulichen und brutalen Angriff”.

    ​Auch der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, betonte: „Wir haben die Pflicht, zusammen gegen Gewalt und gegen diejenigen zu stehen, die aufhetzen wollen und Hass verbreiten”, schrieb der Italiener auf Twitter. Er sei schockiert und traurig über die Nachrichten aus Nizza.

    „Dieser Schmerz wird von uns allen in Europa gefühlt”, hieß es.

    ​EU-Ratschef Charles Michel versicherte Frankreich und den Franzosen ebenfalls seine Solidarität. Seine Gedanken seien bei den Opfern der „entsetzlichen Attacke” und ihren Angehörigen. „Ganz Europa ist bei euch”, schrieb der Belgier auf Twitter.

    ​Merkel kondoliert nach tödlicher Messerattacke in Nizza

    „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Ermordeten und bei den Verletzten”, so die deutsche Bundeskanzlerin angela Merkel. Sie sei tief erschüttert über die grausamen Morde in Nizza.

    Maas: „Radikaler Islamismus tötet”

    „Radikaler Islamismus tötet und darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben”, schrieb der deutsche Außenminister Heiko Maas in seinem Twitter-Account.

    Putin spricht Macron Beileid aus

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron in einem Telegram wegen der heutigen zwei brutalen Attacken kondoliert. Die russischen Bürger teilten die Wut und die Trauer des französischen Volkes vor dem Hintergrund der „zynischen und grausamen” Tat, betonte Putin. 

    „Wir haben wieder einmal gesehen, dass den Terroristen die Ideen der menschlichen Moral absolut fremd sind. Die Terrorbekämpfung erfordert offensichtlich eine reale Vereinigung der Kräfte der gesamten Weltgemeinschaft.”

    Putin bekräftigte in dem Schreiben die Bereitschaft der russischen Seite zu einer engen Kooperation mit den „französischen und anderen ausländischen Partnern” in allen Bereichen der Terrorbekämpfung. 

    ​Der britische Premierminister Boris Johnson spricht von einer „grausamen Attacke“

    ​Türkei verurteilt tödliche Messerattacke in Nizza

    Das türkische Außenministerium hat die Messerattacke im französischen Nizza scharf verurteilt. Es gebe nichts, dass Gewalt und das Töten von Menschen rechtfertige, teilte das türkische Außenministerium am Donnerstag mit. Menschen, die derartig brutale Angriffe an einem solch heiligen Ort verübten, hätten keine religiösen, humanitären oder moralischen Werte. Man stehe solidarisch mit den Menschen in Frankreich gegen Terror und Gewalt, hieß es.

    Premier Rutte: Niederlande stehen an der Seite von Frankreich

    Nach dem Anschlag von Nizza hat der niederländische Premier Mark Rutte Frankreich die Solidarität im Kampf gegen den Extremismus zugesagt.

    „Unseren französischen Freunden sagen wir: Sie sind im Kampf gegen den Extremismus nicht allein. Die Niederlande stehen an Ihrer Seite„, teilte der Premier am Donnerstag über Twitter mit.

    Zum zweiten Mal in kurzer Zeit werde Frankreich aufgeschreckt „von einer grausamen Terrortat”, erklärte Rutte. Bei der Messerattacke in Nizza wurden mindestens drei Menschen getötet.

    Höchste Terrorwarnstufe

    Nach der blutigen Messerattacke mit drei Toten in Nizza gilt in ganz Frankreich die höchste Terrorwarnstufe.

    Es sei die Stufe „Urgence Attentat” des Anti-Terror-Alarmplans „Vigipirate” ausgerufen worden, sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstag in der Nationalversammlung in Paris. Diese Warnstufe ermöglicht die außergewöhnliche Mobilisierung von Ressourcen im Kampf gegen den Terror. Ziel ist ein verbesserter Schutz vor einer unmittelbar bevorstehenden Bedrohung durch Terror.

    Messerattacke in einer Kirche in Nizza

    Bei der Attacke in einer Kirche in Nizza sind nach einer vorläufigen Bilanz drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Dabei gehe es unter anderem um den Vorwurf des Mords in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft der dpa.

    Die Polizei riet, den Bereich zu meiden. Innenminister Gérald Darmanin hatte mehrfach von einer hohen Terrorgefahr im Land gewarnt. Erst vor zwei Wochen war ein Lehrer in einem Vorort von Paris enthauptet worden. Das Verbrechen hatte im ganzen Land Entsetzen ausgelöst. Es waren Zehntausende auf die Straße gegangen, um sich solidarisch zu zeigen.

    Nizza wurde bereits 2016 von einem Terroranschlag erschüttert, dabei starben 86 Menschen. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle heimgesucht.

    ai/dpa/sna

     

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    Tags:
    Messerattacke, Nizza, Frankreich