15:59 25 November 2020
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    Pjönjang hat die Erschießung eines südkoreanischen Beamten im nordkoreanischen Gewässer vor etwa einer Woche mit der mangelnden Kontrolle Südkoreas über seine Bürger erklärt. Das teilte die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur (KCNA) mit.

    „Im Klartext gesprochen, war der jüngste beschämende Vorfall im Gelben Meer das Ergebnis einer schlechten Kontrolle Südkoreas über seine Bürger in einem sensiblen und problematischen Gebiet. Daher liegt die Schuld für den Vorfall in erster Linie bei der südkoreanischen Seite. Dies ist unsere feste Position“, so die KCNA.

    Pjöngjang wolle aber nicht, dass zufällige Vorfälle zu einer Katastrophe im Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea führen, wie das zuvor der Fall gewesen sei, hieß es weiter im Beitrag. 

    Früheren Angaben zufolge war ein 47-jähriger Beamter am 21. September im Zuge einer Dienstfahrt auf einem Patrouillenschiff nahe der Seegrenze zu Nordkorea unterwegs, als er plötzlich vom Boot verschwand. Wie später festgestellt wurde, fanden nordkoreanische Soldaten den erschöpften im Wasser treibenden Mann 38 Kilometer vom Ort entfernt, wo er verschwunden war. Später wurde er angeblich wegen eines Fluchtversuchs erschossen. Südkorea vermutet, dass der Mann versucht hat, in den Norden zu fliehen

    Einige Tage später entschuldigte sich Pjöngjang bei Seoul für die Erschießung des Mannes und versprach, Maßnahmen zu ergreifen, damit so etwas nie mehr passiere. Südkorea verlangt Aufklärung und beteuert, nordkoreanische Soldaten hätten die Leiche des Mannes verbrannt. Laut Pjöngjang war das nicht der Fall.

    om/ae/sna

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    Tags:
    Beamter, Erschießung, Südkorea, Nordkorea