13:02 04 Dezember 2020
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    Der Berater des US-Präsidenten, Scott Atlas, hat sich für ein Interview mit dem russischen TV-Sender RT entschuldigt. Er habe nicht gewusst, dass der Sender in den USA als Auslandsagent registriert ist.

    „Ich bedauere, dass ich das Interview gegeben habe, und entschuldige mich dafür, dass ich mich ausnutzen ließ“, schrieb Atlas auf Twitter.

    „Besonders entschuldige ich mich bei der Gemeinschaft der nationalen Sicherheit, die hart arbeitet, um uns zu schützen“, hieß es weiter. 

    Das Interview mit Atlas wurde am Samstag im RT-Programm „Going Underground“ ausgestrahlt. Trumps Berater erklärte unter anderem, dass die Einführung der strengen Isolation wegen der Corona-Pandemie ein „episches  Versagen“ der Staatspolitik war. 

    Das US-Justizministerium hatte den Sender RT America 2017 nach einem Gesetz aus dem Jahr 1938 als Auslandsagent eingestuft. Dabei wurde dieser Status Staatsmedien anderer Länder wie der BBC, dem chinesischen Sender CCTV, France 24 und der Deutschen Welle nicht verliehen. Daraufhin entzog der US-Kongress den RT-Journalisten die Zulassung. Auch die Partnerunternehmen von Sputnik USA wurden auf die Liste der Auslandsagenten gesetzt. 

    Wie RT-Chefin Margarita Simonjan damals erklärte, musste der Sender zwischen einem Strafverfahren und der Eintragung in die Liste wählen. In diesem Zusammenhang gratulierte sie der US-amerikanischen Redefreiheit und „allen, die immer noch darin vertrauen“.

    om/sb

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    Tags:
    Scott Atlas, Berater, Entschuldigung, Auslandsagent, Interview, RT, Russland, USA