16:15 25 November 2020
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    Einwohner von New York haben gegenüber dem Korrespondenten der Agentur RIA Novosti vor Ort angegeben, Unruhen zu befürchten, die nach der Abstimmung bei den US-Präsidentschaftswahlen ausbrechen könnten.

    „Ich möchte, dass sich viel ändert. Ich möchte, dass die Unruhen aufhören, dass die Polizei keine Schwarzen mehr tötet. Das sind meine beiden Hauptwünsche“, sagte Melanie aus Brooklyn.

    Die Afroamerikanerin verlor ihren Job wegen der Pandemie. Sie hat sich um Menschen mit Behinderungen gekümmert und gibt jetzt ihre Stimme für Joe Biden ab.

    Ihrer Meinung nach stiftet der amtierende Präsident Donald Trump „weiterhin Auseinandersetzungen und Unruhen im ganzen Land und darüber hinaus an“. „Wenn er die Menschen besser behandelt hätte, wäre die Situation nicht so“, merkte sie an.

    Melanie ist auch besorgt über die Situation mit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den Vereinigten Staaten. Der derzeitige Präsident würde sagen, dass alles gut sein werde, dass wir es hinkriegen würden, aber es gebe viele Menschen, die auf diese Worte gehört hätten und inzwischen gestorben seien.

    „Sie haben keine Masken getragen, sie haben nicht Abstand gehalten, weil wir einen Präsidenten haben, der dies fördert. Hoffentlich ändert sich dies“, so Melanie.

    Die Amerikanerin gibt zu, dass sie vor der Präsidentenwahl zum ersten Mal eine solche Spannung in der Gesellschaft erleben würde.

    „Ich denke, Trump versucht bereits, den Menschen die Idee zu vermitteln, dass es einen Betrug gebe, obwohl es keine Beweise für einen solchen Betrug gab. Ich denke also, dass es bestimmte Unruhen geben wird“, bemerkte sie.

    Auch der Mann, der sich als Iman vorstellte, ist mit Trump unzufrieden.

    „Ich habe ein paar Wünsche in Bezug auf den Menschen, der der neue Präsident sein wird. Die Bewegung 'Black Lives Matter' (englisch für Schwarze Leben zählen), also ein Problem zwischen der New Yorker Polizei und jungen Leuten, die aus freier Hand getötet werden. Sie können doch einen Elektroschocker benutzen und einen so lahm legen und nicht 14 Mal mit einer Pistole auf ihn schießen! Wir müssen die Polizeigewalt stoppen“, sagt der Afroamerikaner.

    In New York habe jeder eine Waffe, sagte er. „Wir hatten unter den früheren Präsidenten nicht so viel Gewalt. Und jetzt wird das Gespräch mithilfe von Waffen geführt“, so Iman weiter.

    In Erwartung von Unruhen

    Inzwischen gibt es immer mehr Vitrinen in der Stadt, die mit Sperrholzplatten vernagelt sind. Anscheinend haben Geschäftsinhaber und Stadtbeamte aus den Sommerunruhen eine Lehre gezogen, als während der Proteste gegen die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch die Polizei Geschäfte geplündert wurden.

    Gebiet rund um Weißes Haus mit Zaun abgeriegelt

    Als Sicherheitsmaßnahme wegen möglicher Proteste nach der US-Präsidentenwahl ist das Weiße Haus in Washington durch einen zusätzlichen Zaun abgeriegelt worden. Auf Bildern ist eine weiße, mauerartige Befestigung an der Südseite der Machtzentrale in der US-Hauptstadt zu erkennen. Teile des Gebiets rund ums Weiße Haus, darunter der Lafayette Park im Norden, waren schon seit dem Sommer teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt - wegen der Proteste, aber auch wegen Bauarbeiten.

    Im Weißen Haus will US-Präsident Donald Trump am Dienstag mit Hunderten geladenen Gästen die Wahlnacht verbringen.

    pd/mt/sna/dpa

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    Tags:
    Afroamerikaner, Gewalt, Abstimmung, Waffen, Unruhen, Wahl, USA