06:21 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2110113
    Abonnieren

    Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow ist Russland bereit, auch auf der Plattform des Europarates in Bezug auf die Impfung mit einem Serum gegen das neuartige Coronavirus zusammenzuarbeiten.

    „Wir wissen, dass diese Erfolge unseres Landes (bezüglich der Entwicklung der Corona-Impfstoffe – Anm. d. Red.) nicht jedem gefallen. Aber keine politischen Überlegungen, keine wirtschaftlichen Berechnungen sollten über die Interessen des Schutzes der Gesundheit der eigenen Bürger gestellt werden“, sagte Lawrow auf der 130. Online-Sitzung des Ministerkomitees des Europarates.

    Lawrow zufolge hat das Coronavirus bestätigt, wie wichtig es ist, dass sich die Europäer angesichts gemeinsamer Bedrohungen einig sind.

    „Wir haben immer an das vereinheitlichende Potenzial des Europarates geglaubt. Wir haben darin einen Prototyp des Gemeinsamen Europäischen Hauses gesehen. Wir müssen jedoch ehrlich zugeben, dass unsere Erfahrung aus dem Vierteljahrhundert, das wir in diesem 'Haus' gelebt haben, nicht eindeutig ist: Es gibt unbestreitbare Erfolge, unerfüllte Hoffnungen und Enttäuschungen“, so der russische Außenminister.

    „Sputnik V“ und „EpiVacCorona“

    Das russische Gesundheitsministerium hatte Anfang August den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Im Sommer war „Sputnik V“ an Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren in zwei Phasen erfolgreich getestet worden.

    Die Postregistrationsphase der klinischen Studie startete im September. Insgesamt nehmen daran 40.000 Personen teil. Inzwischen wird neben Russland auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Indien und Weißrussland getestet. Die Probanden, denen „Sputnik V“ verabreicht wird, stehen 90 Tage danach unter ärztlicher Aufsicht.

    Das russische Gesundheitsministerium hat im Oktober die Registrierung eines weiteren Impfstoffs „EpiVacCorona“ abgeschlossen, welcher von dem staatlichen Forschungszentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ entwickelt wurde. Die Massenimpfung damit sei für das Jahr 2021 geplant, teilte zuvor das Zentrum mit.

    Inzwischen wird Berichten zufolge auch ein dritter russischer Impfstoff getestet.  

    pd/mt/sna

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Wie Verbrecher behandelt? Quarantäne-Schreiben wegen harter Wortwahl in Kritik – Sputnik hakt nach
    Russischer Impfstoff darf dran, so Kommission von der Leyens - aber „nirgendwo in EU außer Ungarn“
    Auf Sexparty erwischt: Polizei löst Orgie in Brüssel auf – EU-Abgeordneter tritt zurück
    Tags:
    Zusammenarbeit, Europarat, Sergej Lawrow, Coronavirus, Impfstoff