21:16 23 November 2020
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    In einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ hat sich der Chef des deutschen Textilunternehmens Trigema Wolfgang Grupp zu den Präsidentschaftswahlen in den USA geäußert. „Mit diesem Land stimmt etwas nicht.“, sagte Grupp. Die Bundesregierung solle den USA nicht immer nachlaufen. Man könne genauso gut Russland und China als Partner haben.

    Wolfgang Grupp ist einer der bekanntesten deutschen Unternehmer. Stolz ist der Hemden-König darauf, dass sämtliche Trigema-Artikel zu 100 % in Deutschland entworfen und produziert werden. Seit 1969 gab es bei Trigema weder Kurzarbeit noch betriebsbedingte Kündigungen – auch in der Coronakrise. Der Geschäftsführer alter Schule wurde vor allem durch eine Fernsehwerbung mit einem Schimpansen (Trigema-Affe) deutschlandweit bekannt.

    „Mit diesem Land stimmt etwas nicht“

    In einem am Mittwoch erschienenen Interview für die „Wirtschaftswoche“ wurde der 78-jährige Unternehmer zu seinem Eindruck von den Präsidentschaftswahlen in den USA befragt. Grupp meint: „Mit diesem Land stimmt etwas nicht.“ Der Mittelständer, der auch früher nicht als großer USA-Fan galt, erklärte gegenüber der Zeitung:

    „Unabhängig von der Wahl habe ich immer gesagt, dass ich unsere Regierung nicht verstehe, wenn sie den USA immer nachläuft. Wir nehmen die Amerikaner ernst und können sie auch als Partner betrachten, wenn es um gemeinsame Interessen geht. Aber es gibt auch andere mögliche Partner, ob das etwa die Chinesen sind oder auch die Russen.“

    „Ich sage Ihnen auch nicht, wie sie Ihre Kinder erziehen sollen“

    Auf den Einwand, dass die USA möglicherweise bessere Rechtsstaaten sind als China oder Russland, meinte Grupp:

    „Warum müssen wir anderen Ländern immer sagen, wie sie sein sollen, ihnen vorhalten, dass sie anders ticken als unser Land. Ich sage Ihnen auch nicht, wie sie Ihre Kinder erziehen sollen. Entscheidend ist, dass Ihre Kinder zufrieden sind. Wenn die Russen mit ihrem Präsidenten überwiegend zufrieden sind, dann ist es ihr gutes Recht ihn zu wählen. Die Amerikaner haben sich auch einiges erlaubt. Sie haben etliche Kriege angezettelt, die aus meiner Sicht völlig unnötig waren. Und die Amerikaner wollen immer, dass Europa schwach bleibt und dass wir nicht Beziehungen mit Russland eingehen.“

    Der deutsche Unternehmer ist der Meinung: „ Russland ist viel zu vernünftig, um mit uns einen Krieg anzufangen.

    as

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    Tags:
    US-Wahlen, Joe Biden