12:54 04 Dezember 2020
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    Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den ehemaligen Trump-Chefstrategen Steve Bannon gesperrt, nachdem er über die Enthauptung des FBI-Chefs Christopher Wray und des Corona-Experten Anthony Fauci in einem Podcast fantasiert hatte.

    Bannon äußerte in seinem am Donnerstag veröffentlichten Podcast zunächst, US-Präsident Donald Trump würde gleich zu Beginn einer zweiten Amtszeit Wray und Fauci feuern. Trump sei ein barmherziger Mann. Er selbst hingegen würde gern in die Zeit der Tudor-Dynastie im alten England zurückkehren.

    „Ich würde die Köpfe aufspießen. Ich würde sie an zwei Ecken des Weißen Hauses positionieren, als Warnung an die Bürokraten der Bundesregierung“, sagte Bannon in dem Podcast.

    Twitter erklärte daraufhin, dass Bannons Äußerungen gegen das Verbot von Verherrlichung von Gewalt auf der Plattform  verstoßen würden, und blockierte dessen Account. Der Streamingdienst Spotify entfernte die Podcast-Folge. Auch YouTube ging gegen den Clip vor. Fauci ist ein hoch angesehener Experte, der stets zu mehr Vorsicht gegenüber dem Coronavirus und zum Tragen von Masken aufruft. Dafür bekam er bereits Morddrohungen. Er wird von Personenschützern begleitet.

    Ehemaliger Weggefährte Trumps

    Bannon gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultra-konservativen Lager der US-Politik. Der Mitgründer der Internetplattform „Breitbart“ war 2016 zu Trumps Team gestoßen und übernahm die Leitung des Wahlkampfes. Dem 66-Jährigen wird ein maßgeblicher Anteil am damals eher überraschenden Wahlerfolg zugeschrieben. Nach dem Wahlsieg wurde Bannon Trumps Chefstratege, musste aber 2017 seinen Hut nehmen.

    Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Bannon und drei weiteren Beschuldigten vor, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko abgezweigt zu haben. Bannon ist gegen Kaution auf freiem Fuß. Er bestreitet die Vorwürfe und stellt sich als Opfer politischer Verfolgung dar.

    mka/dpa/gs

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    Sperrung, Steve Bannon, Twitter