06:40 03 Dezember 2020
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat in einer Konferenz „2020. Capturing Technology. Rethinking Arms Control”  Stellung zur geopolitischen Situation in der Welt genommen und vor weitgehenden Konsequenzen gewarnt.

    „Die geopolitische und militärische Rivalität zwischen Staaten nimmt zu. Großmächte konkurrieren wieder um Vormachtstellung, was zum größten Rüstungswettlauf seit Ende des Kalten Krieges führen könnte. Darüber hinaus beobachten wir zunehmend regionalen militärischen Wettstreit, etwa im Nahen und Mittleren Osten und im Indo-Pazifik“, sagte der deutsche Außenminister. All dies würde der multilateralen Zusammenarbeit schaden und die internationale Ordnung destabilisieren, so Maas.

    Außerdem sprach der Bundesaußenminister in der Konferenz über autonome Kampfsystemen und Cyberwaffen. „Durch Cyber-Angriffe auf kritische Infrastruktur könnten ganze Länder lahmgelegt werden. Und während solche Angriffe nur schwer zuzuordnen wären, könnten Vergeltungsaktionen leicht unbeabsichtigte Konflikte hervorrufen“, betonte Maas.  „Durch neue Raketentechnologien – insbesondere Hyperschallraketen – liegt die Reaktionszeit in Krisen heute quasi bei null. Dies könnte in Spannungsmomenten zu groben Fehleinschätzungen führen – mit verheerenden Konsequenzen für uns alle“, so der Bundesaußenminister weiter.

    ekn/sna/gs

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    Deutschland, Kalter Krieg, Heiko Maas