06:59 03 Dezember 2020
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    Das Verteidigungsministerium von Aserbaidschan hat die Informationen über Angriffe auf die Kleinstadt Schuscha im umkämpften Bergkarabach als falsch zurückgewiesen.

    Die Katastrophenschutzbehörde der nicht anerkannten Republik Bergkarabach hatte am Samstag von mehreren Raketenangriffen der aserbaidschanischen Armee auf Schuscha berichtet. Um diese mehrheitlich von Armeniern bewohnte Stadt rund elf Kilometer südlich von Stepanakert soll in der Nacht erbittert gekämpft worden sein.

    „Die Informationen der armenischen Seite über periodische Angriffe der aserbaidschanischen Armee auf die Stadt Schuscha sind falsch“, erklärte das Presseamt des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums am Samstag. „Die aserbaidschanische Armee nahm die Stadt Schuscha nicht unter Beschuss.“

    Der seit dem Zerfall der Sowjetunion schwelende Konflikt um Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich und ordneten die Mobilmachung an.

    Nach dem Appell der Staatschefs von Russland, den USA und Frankreich, die Kämpfe einzustellen und Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu beginnen, vereinbarten Armenien und Aserbaidschan unter internationaler Vermittlung wiederholt eine Waffenruhe, die Kämpfe dauern jedoch nach wie vor an.

    Der Konflikt war erstmals im Februar 1988 entflammt, nachdem das Autonome Gebiet Bergkarabach seine Abspaltung von der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik angekündigt hatte. Infolge der bewaffneten Konfrontation in den Jahren 1992 bis 1994 verlor Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach und sieben Anrainer-Bezirke. In dem Konflikt besteht Aserbaidschan auf der Aufrechterhaltung seiner territorialen Integrität, Armenien vertritt die Interessen des international nicht anerkannten Bergkarabach. Die seit 1992 unter der Schirmherrschaft der Minsker OSZE-Gruppe geführten Verhandlungen sind ohne Erfolg.

    leo/sna/ae

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    Tags:
    Dementi, Beschuss, Aserbaidschan, Armenien, Bergkarabach-Konflikt, Kaukasus