14:49 25 November 2020
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    Großbritannien verbietet ab sofort Besuchern aus Dänemark die Einreise. Hintergrund seien Ausbrüche von Covid-19 auf Nerzfarmen. Das teilte Verkehrsminister Grant Shapps via Twitter mit.

    Die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem die dänischen Behörden über Corona-Ausbrüche auf Nerzfarmen informiert hätten, heißt es. Die Gewährleistung der Sicherheit der Briten habe nach wie vor oberste Priorität, twitterte der Minister.        

    ​Am Freitag hatte Großbritannien angekündigt, dass sich alle Reisenden aus Dänemark für 14 Tage in Quarantäne begeben müssten. Diese Entscheidung trat umgehend in Kraft. 

    Besitzer der britischen Staatsbürgerschaft oder einer Niederlassungsgenehmigung dürften nach wie vor ins Vereinigte Königreich zurückkehren. Für sie sowie ihre Familienmitglieder gilt, wie auch für jene, die in den vergangenen zwei Wochen aus Dänemark heimgekehrt sind, eine zweiwöchige Quarantäne.

    ​Der Nationale Dienst für Gesundheitsschutz, der für die Überprüfung von Kontakten zuständig ist, werde sich mit ihnen in Verbindung setzen.

    Nicht einmal für Diplomaten würden Ausnahmen von der Regel gelten. Das Einreiseverbot solle alle acht Tage überprüft werden.

    Dänemark ist das einzige Land, von dem aus die Einreise nach Großbritannien für alle völlig verboten ist. Davon ausgenommen sind nur Einwohner Großbritanniens.

    Dänische Regierung will wegen Corona alle Nerze im Land töten

    In Dänemark sollen sich nach Angaben der dänischen Zeitung „Ekstra Bladet“ seit Juni bereits 214 Menschen mit einem mutierten Coronavirus angesteckt haben. Der Erreger ist laut lokalen Behörden unter Nerzen mutiert und wurde dann auf Menschen übertragen. Die dänische Regierung hat nun beschlossen, alle Nerze im Land zu töten.

    WHO sieht keine erhöhten Risiken

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht derzeit noch keine Hinweise auf erhöhte Risiken bei der mutierten Variante des Coronavirus. Es habe bereits zahlreiche Mutationen von Sars-CoV-2 gegeben, sagte WHO-Chef-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan am Freitag in Genf. „Es ist zu früh dafür, voreilige Schlüsse zu ziehen, welche Folgen diese neue Mutation für die Übertragung, Schwere der Erkrankung, klinische Symptome, Immunantwort oder mögliche Impfstoff-Wirkung hat“, betonte sie.

    ns/sna/ae

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    Tags:
    Soumya Swaminathan, WHO, Verbot, Einreise, Besucher, Dänemark, Ausbrüche, Coronavirus, Nerze, Grant Shapps, Großbritannien