20:17 24 November 2020
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    Die Türkei würde sich laut ihrem Vize-Präsidenten, Fuat Oktay, freuen, wenn die Vereinigten Staaten von Amerika nach der Präsidentschaftswahl 2020 die regionalen Konflikte wie den um Bergkarabach nicht mehr einseitig angehen.

    „Wir sind unterschiedlicher Meinung mit Amerika, was die regionalen Probleme wie Syrien, Irak, Libyen, das östliche Mittelmeer oder die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien sowie die Beziehungen der Türkei zu Zypern und Griechenland anbetrifft“, sagte Fuat Oktay im Fernsehsender Kanal7.

    Ein Fahrzeug mit Bestandteilen eines Flugabwehrraketensystems  S-400 im türkischen Militärflughafen Mürted
    © AP Photo / Verteidigungsministerium der Türkei

    Amerikas Vorgehen in diesen Angelegenheiten würde die „Türkei direkt betreffen“. Deshalb richte Ankara den Blick jetzt nach Washington und sei gespannt, wie eine neue US-Administration in diesen Angelegenheiten verfahre.

    „Unsere Erwartung ist, dass sie das einseitige Herangehen möglichst weit beiseitelässt.“

    Bei der laufenden US-Präsidentschaftswahl hat sich der demokratische Kandidat Joe Biden bereits zum Sieger erklärt. Auch prominente US-Medien sehen ihn als Gewinner an. Der republikanische Amtsinhaber, Donald Trump, kündigte jedoch an, in den von Biden zuletzt gewonnenen Staaten Rechtsmittel einlegen zu wollen.

    Der seit dem Zerfall der Sowjetunion schwelende Konflikt um Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich und ordneten die Mobilmachung an. Unter internationaler Vermittlung vereinbarten sie wiederholt eine Waffenruhe, die Kämpfe dauern jedoch nach wie vor an.

    leo/ae

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    Konflikte, Regionen, Kurs, US-Präsidentschaftswahlen, Präsidentschaftswahl, USA, Türkei