06:37 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2526
    Abonnieren

    Mindestens 93 aserbaidschanische Zivilisten sind seit Beginn der Gefechte in Bergkarabach im September nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Baku getötet worden. Außerdem seien mehr als 400 zivile Bürger verletzt worden und schwere Sachschäden entstanden.

    „Seit Beginn der Eskalation in Bergkarabach sind 93 friedliche Bürger Aserbaidschans getötet und 407 weitere verletzt worden“, teilte die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft am Montag mit.

    Durch die Kämpfe seien 3326 Einfamilien- und 120 Mehrfamilienhäuser unbewohnbar geworden und 504 zivile Einrichtungen schwer beschädigt worden.

    Aserbaidschanische Soldaten in Bergkarabach (Archivfoto)
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Aserbaidschans / Handout

    Zuvor am Montag hatte die aserbaidschanische Armee über eigene militärische Erfolge in Bergkarabach berichtet: Die Streitkräfte des Nachbarlandes Armenien seien an mehreren Frontabschnitten zum Rückzug gezwungen worden.

    Der seit dem Zerfall der Sowjetunion schwelende Konflikt um Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich und ordneten die Mobilmachung an.

    Nach dem Appell der Staatschefs von Russland, den USA und Frankreich, die Kämpfe einzustellen und Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu beginnen, vereinbarten Armenien und Aserbaidschan unter internationaler Vermittlung wiederholt eine Waffenruhe, die Kämpfe dauern jedoch nach wie vor an.

    Der Konflikt war erstmals im Februar 1988 entflammt, nachdem das Autonome Gebiet Bergkarabach seine Abspaltung von der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik angekündigt hatte. Infolge der bewaffneten Konfrontation in den Jahren 1992 bis 1994 verlor Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach und sieben Anrainer-Bezirke.

    leo/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Wie Verbrecher behandelt? Quarantäne-Schreiben wegen harter Wortwahl in Kritik – Sputnik hakt nach
    Russischer Impfstoff darf dran, so Kommission von der Leyens - aber „nirgendwo in EU außer Ungarn“
    Auf Sexparty erwischt: Polizei löst Orgie in Brüssel auf – EU-Abgeordneter tritt zurück
    Tags:
    Kriegsschäden, Zivilisten, Verletzte, Tote, Generalstaatsanwaltschaft, Bergkarabach-Konflikt, Armenien, Aserbaidschans Verteidigungsministerium, Aserbaidschans Armee, Aserbaidschan