20:57 23 November 2020
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein syrischer Amtskollege Baschar al-Assad haben in einer Videokonferenz am Montag wichtige Fragen der Zusammenarbeit beider Länder besprochen.

    Das Ausmaß der humanitären Katastrophe in Syrien hat Putin bei dem Telefonat als „nach wie vor erheblich“ bezeichnet.  „Russland beteiligt sich weiterhin aktiv daran, eine langfristige Lösung für die Situation in Syrien zu finden, und seine Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität wiederherzustellen“, so der russische Präsident.

    Außerdem sind Assad und Putin auf das Thema Rückkehr von Flüchtlingen eingegangen. Der russische Staatschef sprach von sechseinhalb Millionen Syrern, die sich außerhalb des Landes aufhielten. „Die überwiegende Mehrheit von ihnen sind arbeitsfähige Menschen, die sich am Wiederaufbau ihres Landes beteiligen könnten und sollten“, sagte er. Eine Rückkehr liege zudem im Interesse der Staaten, die den Flüchtlingen Schutz böten – insbesondere Syriens Nachbarländer, deren Belastung recht hoch sei.

    Der russische Staatschef hatte sich zuvor in einer Sitzung des Diskussionklubs Waldai zur Situation in Syrien geäußert, vor allem im Zusammenhang mit den Sanktionen. Dabei betonte er die Notwendigkeit, die Einschränkungsmaßnahmen gegen das Land während der Coronavirus-Pandemie aufzuheben. Außerdem rief Putin dazu auf, Syrien mit humanitären Ressourcen zu unterstützen, vor allem mit Geld für die medizinische Versorgung.

    Zuletzt hatten sich Putin und Assad im Januar 2020 getroffen, als der russische Präsident Syriens Hauptstadt Damaskus besuchte. Im Oktober sagte Assad in einem Interview mit der Agentur RIA Novosti, er plane ein Treffen mit dem russischen Präsidenten, außerdem stünden sie beide „im ständigen telefonischen Kontakt“.

    Der Krieg in Syrien tobt seit mehr als neun Jahren. Russland ist ein Verbündeter der Regierung. Deren Anhänger kontrollieren rund zwei Drittel des Landes. Große Teile Syriens sind jedoch zerstört. Der Regierung fehlt Geld für den Wiederaufbau. Zudem leidet das Land unter einer schweren Wirtschaftskrise, die die Corona-Pandemie und neue US-Sanktionen verschärft haben.

    ekn/sna/dpa/gs

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    Tags:
    Syrien, Baschar al-Assad, Wladimir Putin