13:11 04 Dezember 2020
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    Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) hofft auf eine weitere Erweiterung, und dies mit Recht. Diese Auffassung äußerte der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Angelegenheiten der SOZ, Bachtijer Chakimow, am Montag.

    „Das Thema der Erweiterung der Organisation steht immer auf der Tagesordnung, da die Organisation sich nicht in einem begrenzten Format weiterentwickeln kann. Eine Evolution erfordert ‚frisches Blut‘ und Ideen. Viele Staaten sind an einer solchen Zusammenarbeit interessiert“, sagte Chakimow bei einem Briefing in der Medienholding „Rossiya Segodnya“.

    Als Beispiel erwähnte Chakimow Indien und Pakistan, die der SOZ 2017 beigetreten sind, wonach die Macht der Organisation „wesentlich gestärkt wurde“.

    „Wenn wir heute über die SOZ sprechen, sind es fast 60 Prozent des gesamten eurasischen Kontinents und etwa 45 Prozent der Weltbevölkerung“, sagte er. „Es ist eine mächtige Organisation, die selbstbewusst ihre Nische im System der internationalen Beziehungen besetzt“, betonte Chakimow.

    Das Ansehen der SOZ werde von „16 Beitrittsanträgen auf dem Tisch“ bestätigt, fügte der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten hinzu. Der Iran, Afghanistan und eine Reihe anderer Länder zeigen sich seit Jahren bereit, der Organisation beizutreten.

    „In Anbetracht der Aufgaben, die wir uns selbst gestellt haben, wie Raum, Partnerschaft, Zusammenwirken, gleichberechtigte Zusammenarbeit, unter anderem auch im Rahmen einer großen eurasischen Partnerschaft, verstehen wir, dass die SOZ eine Struktur ist, die natürlicherweise alle an einer Zusammenarbeit interessierten Staaten vereinen sollte. Deshalb nehmen wir die Frage der Erweiterung sehr ernst. Es gibt eine allgemeine Einstellung diesbezüglich, daran gibt es keine Zweifel“, äußerte der russische Vertreter bei der SOZ.

    Der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit gehören zurzeit acht Länder an: Russland, China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan und Usbekistan. Vier Länder – Weißrussland, Afghanistan, der Iran und die Mongolei – haben den Beobachterstatus inne. Weitere sechs Länder sind sogenannte „SOZ-Dialogpartner“ – Armenien, Aserbaidschan, Kambodscha, Nepal, Sri Lanka und die Türkei. In diesem Jahr hat Russland den Vorsitz der Organisation.

    asch/sna/ae

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    Tags:
    Beitritt, Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, SOZ, China, Russland, Russland