12:18 02 Dezember 2020
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    Die USA und Russland setzen aus Expertensicht weiterhin auf die Rüstungskontrolle und möchten den New-Start-Vertrag (Start III) verlängern. Aber der Prolongierung stehe ein Hindernis im Wege, das seien Bedingungen, sagte US-Vizeaußenminister Steven Began am Montag in Washington.

    Die Position der beiden Länder bestehe darin, dass der New-Start-Vertrag über die Begrenzung der strategischen Offensivwaffen bestehen sollte, sagte Began bei einer vom Zentrum strategischer internationaler Studien organisierten Videokonferenz.

    „Aber das Problem besteht darin, unter welchen Umständen, zu welchen Bedingungen und mit welchen Änderungen dieser Vertrag verlängert würde“, fügte der Minister hinzu.

    Start-III-Vertrag

    Der russisch-amerikanische Start-III-Vertrag war am 5. Februar 2011 in Kraft getreten und erlischt am 5. Februar 2021. Laut dem Dokument haben die Vertragspartner ihre Atomarsenale auf je 700 interkontinentale ballistische Raketen, U-Boot gestützte ballistische Raketen und schwere Bomber sowie auf je 1550 Gefechtsköpfe und 800 stationierte und nicht stationierte Startrampen zu reduzieren.

    Letztes Abrüstungsabkommen

    Nach dem Ausstieg der USA aus mehreren wichtigen Rüstungskontrollabkommen bleibt der New-Start-Vertrag das einzige gültige russisch-amerikanische Dokument, das ein atomares Wettrüsten zwischen den größten Atommächten der Welt noch verhindert.

    Putins Vorschlag an USA

    Am 16. Oktober 2020 hatte Russlands Präsident Wladimir Putin den Vereinigten Staaten vorgeschlagen, den Vertrag ohne jegliche Vorbedingungen und zusätzliche Forderungen um ein Jahr zu verlängern. Dabei erkläre sich Russland bereit, zusammen mit den USA die politische Verpflichtung einzugehen, die Zahl der Gefechtsköpfe in dieser Zeit nicht zu erhöhen, hieß es in Moskau.

    am/sna/gs

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    Tags:
    Position, Verlängerung, START-III-Vertrag, Russland, USA