19:55 24 November 2020
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    Der kürzlich zurückgetretene kosovarische Präsident, Hashim Thaçi, hat am Montag vor dem Sondergericht in Den Haag alle Anschuldigungen  in Bezug auf die ihm angelasteten Kriegsverbrechen zurückgewiesen.

    „Ich habe alle Vorwürfe aus der Anklage verstanden, bin aber mit keinem einzigen davon einverstanden“, so Thaçi.

    Der Ex-Präsident von Kosovo hat am vergangenen Donnerstag nach der Bestätigung der Kriegsverbrechen-Anklage gegen ihn  sein Amt verlassen.

    Die Anklage legt Thaçi und mehreren weiteren Akteuren des kosovarischen Unabhängigkeitskrieges gegen Serbien schwere Verbrechen zur Last, darunter Mord, Verfolgung und Folter. Hunderte Kosovo-Albaner, Serben, Roma und Angehörige anderer ethnischer Gruppen sowie politische Gegner gehörten der Anklage zufolge zu ihren Opfern.  Bei Kriegsende war Thaçi Oberkommandierender der kosovarischen Untergrundarmee UCK, die gegen die serbischen Truppen kämpfte. In dem Krieg gab es mehr als 10.000 Tote und Hunderttausende Vertriebene.

    ekn/sna/gs

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    Tags:
    Hashim Thaçi, Kriegsverbrechen, Kosovo