15:51 25 November 2020
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat die vor Kurzem vereinbarte Beendigung der Kampfhandlungen in Bergkarabach ausführlich kommentiert. Der vollständige Waffenstillstand soll am Dienstagmorgen um 01.00 Uhr Ortszeit (Montag, 22.00 Uhr MEZ) in Kraft treten. Zudem würden russische Friedenstruppen in Bergkarabach stationiert.

    Armenien und Aserbaidschan müssen der Erklärung zufolge ihre aktuellen Positionen einfrieren und nicht weiter vorrücken. Zudem haben sich die beiden Staaten laut Putin zum Austausch von Kriegsgefangenen sowie der sterblichen Überreste der gefallenen Soldaten verpflichtet. 

    Friedensmission in Bergkarabach

    Putin gab zudem die Stationierung von Friedenstruppen in der Südkaukasus-Region bekannt. Diese sollen dem Präsidenten zufolge an der Berührungslinie in Bergkarabach sowie entlang des Korridors, der die Region mit Armenien verbindet, stationiert werden. Zudem würden alle Verkehrsknotenpunkte in Bergkarabach wieder entsperrt. 

    Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew sprach seinerseits von einer gemeinsamen russisch-türkischen Friedensmission in Bergkarabach. Es werde ein gemeinsames russisch-türkisches Friedenszentrum eingerichtet. Von russischer Seite würden für eine Zeit von fünf Jahren 1960 Soldaten eingesetzt, mit einer automatischen Verlängerung um weitere fünf Jahre, solange Baku und Eriwan keine Einwände erheben. 

    Alijew spricht von historischem Ereignis

    Die Unterzeichnung des Abkommens bezeichnete er als Ende des Bergkarabach-Konflikts. Diese Waffenruhe werde zu einem nachhaltigen Frieden führen. 

    „Der Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ist einer der langjährigsten Konflikte unserer Region. Und dass er heute zu Ende geht, ist ein historisches Ereignis, vor allem für das aserbaidschanische Volk, das von einer langjährigen Besatzung befreit wird“, so Alijew.

    Armenien habe im Krieg um Bergkarabach kapituliert, betonte Aserbaidschans Staatschef. Paschinjan habe jedoch keine andere Wahl gehabt. 

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    Tags:
    Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien