12:24 04 Dezember 2020
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    Armeniens Präsident Armen Sarkisjan hat eigenen Angaben zufolge aus den Medien von der trilateralen Vereinbarung zum Ende des Krieges in der umkämpften Kaukasus-Region Bergkarabach erfahren. Er habe an den Gesprächen dazu nicht teilgenommen, hieß es in einer Erklärung auf seiner Webseite. Nun wolle er umgehend politische Beratungen aufnehmen.

    „Ich habe aus den Medien von der Unterzeichnung der Erklärung über das Ende des Karabach-Krieges mit den Präsidenten Russlands und Aserbaidschans erfahren. Aus den Medien erfuhr ich von den Bedingungen für ein Kriegsende“, hieß es.

    Es habe mit ihm als Präsidenten der Republik „leider keine Konsultationen und Besprechungen zu diesem Dokument gegeben“. Sarkisjan sei an den Verhandlungen nicht beteiligt gewesen.

    „Angesichts der tiefen Besorgnis einer großen Menge von Menschen (…) werde ich sofort politische Beratungen einleiten, um so schnell wie möglich Entscheidungen zu treffen, die sich aus unserer Agenda zum Schutz der nationalen Interessen ergeben“, so Sakrisjan. 

    Vereinbarung zwischen Baku, Jerewan und Moskau  

    Früheren Angaben zufolge haben die Präsidenten Russlands, Aserbaidschans und der Premierminister Armeniens eine Erklärung zur Einstellung der Kampfhandlungen in Bergkarabach unterzeichnet. Demnach soll ab dem 10. November eine komplette Waffenruhe gelten. Die Truppen Aserbaidschans und Armeniens bleiben an den aktuellen Positionen. Armenien muss bis zum Monatsende mehrere Gebiete an Aserbaidschan zurückgeben. Beide Staaten verpflichten sich zum Austausch von Kriegsgefangenen. Außerdem werden in Bergkarabach russische Friedenstruppen stationiert. Laut dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan war diese Entscheidung für ihn extrem schmerzhaft. Gleich danach kam es in Jerewan zu Protesten.

    om/sb/sna

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    Tags:
    Bergkarabach-Konflikt, Krieg, Armen Sarkisjan, Waffenruhe, Friedensvereinbarung, Russland, Aserbaidschan, Armenien