13:59 25 November 2020
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    Schon im Januar gaben die christliche Volkspartei und die Bürgerlich-Demokratische Partei der Schweiz bekannt, sie hätten vor, zu fusionieren. Jetzt prescht die CVP des Kanton Glarus vor und realisiert dieses Projekt: Ab dem ersten Quartal des Jahres 2021 wird die Partei „Die Mitte“ politisch aktiv. Ob jede Kantonalpartei mitzieht, ist unklar.

    Schon Ende Oktober hatte die CVP beschlossen, zusammen mit der BDP die neue Partei „Die Mitte“ zu gründen. Nun gab der Kanton Glarus bekannt, das er vorhat, diese Änderung umzusetzen. Bisher sei er der erste Kanton, schreibt das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am Freitag. Anfang 2021 soll dann die neue Partei in Glarus politisch aktiv werden, nachdem jetzt die letzten Details der Parteifusion abgesprochen werden.

    Die Fusion stärke die zwei einzelnen Parteien und sichere mehr Plätze im Parlament. Auf kantonaler Ebene im Glarnerland werde „Die Mitte“ einen Nationalrat, zwei Regierungsräte und einen Gemeindepräsidenten stellen. Auch in allen Gerichten wird „Die Mitte“ vertreten sein, schreibt das SRF.

    Neuer Name – größerer Wähleranteil?

    Das Gerücht um eine Fusion stand schon seit längerer Zeit im Raum. Vor einigen Wochen haben sich dann die Führungskräfte beider Parteien geeinigt, dass der Zusammenschluss eine Win-win-Situation sei – sowohl im Glarus wie auch schweizweit. Im Kantonsparlament erzeuge die Partei „Die Mitte“ zusammen mit der Grünliberalen Partei (GLP) nämlich die bisher stärkste Fraktion.

    Dass das „C“ aus der christlich-demokratischen Volkspartei verschwinden soll, wurde ebenfalls bewusst entschieden. Damit sei die Hoffnung auf eine Erweiterung der Wählerschicht verbunden, schreibt das Schweizer Blatt „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ). Aus einigen Umfragen, welche von der Partei selbst erstellt wurden, ergab sich, dass der Wähleranteil mit neuem Namen auf bis zu 20 Prozent gesteigert werden könnte. Dies wäre eine erhebliche Verbesserung des jetzigen Wähleranteils von 11,4 Prozent.

    Entscheidung liegt bei den Kantonen

    Die Namensänderung habe jedoch nichts mit einer Verschiebung von ideologischen Werten zu tun. Die CVP gab dementsprechend bereits bekannt, dass sich mit der Umbenennung die politischen Standpunkte der Partei nicht ändern werden. Zwar seien nicht alle Mitglieder der Partei erfreut über den Namenswechsel, dennoch stimmten laut einer ersten Versammlung ungefähr 60 Prozent für den neuen Namen „Die Mitte“. Ein finaler Entscheid über den Namen fände am 28. November statt.

    Den kantonalen Parteien stehe die Entscheidung jedoch offen, ob diese sich der Namensänderung anschließen oder nicht. Zugleich steht diesen auch offen, ob sie sich mit der jeweiligen BDP des Kantons fusionieren oder nicht. Denn während es sich beispielsweise in Bern lohnen würde, so spiele die BDP in Graubünden eine kleinere Rolle, schreibt die NZZ.

    lm

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    Parteien, Schweiz