20:43 23 November 2020
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    Die Türkei zeigt Interesse an der Herstellung des Impfstoffs „Sputnik V“ mittels der Kapazitäten von türkischen Pharmaunternehmen. Dies teilte der Pressedienst des russischen Gesundheitsministeriums mit.

    Auf Initiative der türkischen Seite haben am Dienstag Verhandlungen des russischen Gesundheitsministers Michail Muraschko und seines türkischen Amtskollegen Fahrettin Koca stattgefunden.

    „Der türkische Gesundheitsminister äußerte Interesse an der Produktion des ,Sputnik Vʻ-Impfstoffs durch die Kapazitäten der türkischen Pharmahersteller nach der Durchführung von toxikologischen Untersuchungen , die von der lokalen Gesetzgebung vorgesehen sind“, heißt es in der Mitteilung.

    Muraschko sprach demnach seinem türkischen Amtskollegen die Bereitschaft zur Einleitung solcher Forschungen in einem zertifizierten Laboratorium zu.

    „Die Seiten haben vereinbart, in den nächsten Tagen mit der Umsetzung der Verabredungen zu beginnen“, so das russische Gesundheitsministerium.

    „Sputnik V“

    Im August hatte das russische Gesundheitsministerium den weltweit ersten Impfstoff zur Vorbeugung der Covid-19-Erkrankung registriert, der vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau gemeinsam mit dem Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt worden war.

    Das Präparat unter dem Namen „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Diese Methode wird es laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll.

    Der russische Impfstoff ist einer von zehn entwickelten Impfstoffen der Welt auf der WHO-Liste, die kurz vor dem Ende der dritten Phase der klinischen Tests und dem Start der Massenproduktion stehen. Russland hat ein Gesuch für die beschleunigte Registrierung an die WHO gerichtet.

    Derzeit erfolgen klinische Tests von „Sputnik V“ neben Russland auch in Weißrussland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien und Brasilien.

    ak/sna/ae

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    Gesundheitsministerium Russlands, Coronavirus, Impfstoff, Türkei, Russland