06:34 03 Dezember 2020
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    Der iranische Präsident Hassan Rohani hat dem designierten US-Präsidenten Joe Biden Zusammenarbeit angeboten und Bedingungen dafür formuliert. Er sprach darüber am Mittwoch im staatlichen Fernsehen.

    „Unser Ziel ist es, die Last der US-Sanktionen von den Schultern des iranischen Volkes zu nehmen“, sagte Rohani. Dafür sei sein Land zu Verhandlungen bereit. Bedingung sei jedoch die Rückkehr der USA zum Atomabkommen von 2015. Zudem müssten die vom amtierenden Präsidenten Donald Trump verhängten Sanktionen aufgehoben werden.

    „Wir sollten alles tun, um Land und Volk in die Zeit zwischen 2016 und 2017 zurückzuführen, als der Iran nach dem Atomabkommen und der Aufhebung der Sanktionen einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben durfte“, betonte Rohani.

    Seine innenpolitischen Gegner rief der Präsident auf, dies nicht zu sabotieren.

    Hardliner und Erzkonservative waren von vornherein gegen das Atomabkommen und Rohanis westlich orientierte Politik. Ihnen wird nachgesagt, dass sie auf Trumps Wiederwahl hofften. Rohanis Berater Diako Husseini warnte davor, dass Trump versuchen könnte, mit neuen Sanktionen oder anderen „Sabotageaktionen“ seinem Amtsnachfolger die Rückkehr zum Atomabkommen zu erschweren. „Um diese Pläne zu neutralisieren, sollten wir uns bis zur Amtsübernahme der neuen US-Regierung im Januar zurückhalten und uns in den nächsten zwei Monaten nicht provozieren lassen“, sagte Husseini gegenüber der Nachrichtenagentur Isna.

    Der Machtwechsel von Trump zu Biden soll in Washington am 20. Januar stattfinden.

    Die USA waren 2018 unter Trump aus dem Atomabkommen ausgetreten, das auch mit deutscher Beteiligung ausgehandelt worden war. Es sollte dafür sorgen, dass der Iran sein Atomprogramm nur zu zivilen Zwecken nutzt und keine Atombombe bauen kann. Trump verhängte auch neue Sanktionen gegen den Iran, die das Land in die bisher schwerste Wirtschaftskrise in seiner Geschichte stürzten. In diesem Jahr kam die Corona-Pandemie hinzu.

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Donald Trump, Hassan Rohani, USA, Iran