06:41 03 Dezember 2020
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    Der Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bis dato keine genügende Erklärung für den Fund von Uran-Teilchen in einer Einrichtung vorgelegt, die nicht als Atom-Standort deklariert ist.

    Darüber hinaus reichert der Iran auch weiterhin Uran an und erreichte in der Zwischenzeit das Zwölffache der in dem Atomabkommen genehmigten Menge. Dies verlautet aus dem Vierteljahresbericht der IAEA, mit dem sich die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch bekannt gemacht hatte.

    Die IAEA forderte den Iran auf, eine detaillierte Erklärung diesbezüglich abzugeben. Der Iran hatte sich im Wiener Abkommen von 2015 zur Transparenz hinsichtlich seines Atomprogramms verpflichtet. Dieses Abkommen soll das von schiitischen Klerikern beherrschte Land an der Schaffung einer Atombombe hindern.

    IAEA-Bericht

    In dem Bericht hieß es weiter, dass die chemische Signatur der Atomspuren, die am Standort entdeckt wurde, der von Spuren an Zentrifugen entsprechen würde. Die Zentrifugen soll der Iran aus dem benachbarten Pakistan eingeführt haben.

    Dem Bericht zufolge besitzt der Iran aktuell über 2400 Kilogramm angereicherten Urans. Doch im Atomabkommen hatte der Iran die Einhaltung einer Obergrenze von knapp 200 Kilogramm reinen Urans bestätigt.

    Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atom-Deal 2018 hält sich auch der Iran nicht mehr an alle Paragraphen des Abkommens.

    ek/mt/dpa

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    Tags:
    Erklärung, Ausstieg, Atomdeal, Atomabkommen, USA, Iran