18:49 24 November 2020
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    Russland und die Türkei haben ein gemeinsames Zentrum zur Überwachung der zuvor vereinbarten Waffenruhe in der Südkaukasusregion Bergkarabach ins Leben gerufen. Ihre Unterschriften unter das dahin gehende Memorandum setzten die Verteidigungsminister beider Länder, Sergej Schoigu und Hulusi Akar, hieß es am Mittwoch in Moskau.

    Einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums zufolge wies Schoigu darauf hin, dass die von den führenden Repräsentanten Russlands, Aserbaidschans und Armeniens erzielte Vereinbarung über den Einsatz russischer Friedenssoldaten es ermöglicht habe, das Blutvergießen einzustellen und Voraussetzungen für die Rückkehr zum friedlichen Leben zu schaffen.

    „Die Präsenz der russischen Friedensmacht wird Stabilität im Krisengebiet gewährleisten, den Exodus von Flüchtlingen stoppen und ihre Heimführung ermöglichen“, sagte Schoigu.

    Gemeinsames Kontrollzentrum

    Das Zentrum wird sich auf dem Territorium des aserbaidschanischen Kernlandes befinden. Militärs beider Länder werden Informationen über die Lage an der Trennlinie erfassen und auswerten sowie beliebige Beschwerden oder Probleme prüfen, die mit Verstößen gegen die erzielten Vereinbarungen zusammenhängen.

    Russland wird eine etwa 2000 Mann starke Friedensmacht mit 90 Schützenpanzerwagen und 380 Spezialfahrzeugen in der Region stationieren. Somit ist die militärische Phase des langwierigen Konflikts vorerst beendet. Die rivalisierenden Seiten sollten politische Gespräche aufnehmen.

    am/mt

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    Tags:
    Hulusi Akar, Sergej Schoigu, Zentrum, Kontrolle, Bergkarabach-Konflikt, Türkei, Russland