18:35 24 November 2020
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    Das russische Außenministerium erwartet, dass die Zusicherungen des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew, den Abschuss des russischen Kampfhubschraubers über Armenien am Montag zu untersuchen und die Verantwortlichen zu bestrafen, schnellstmöglich umgesetzt werden.

    „Wir erwarten die schnellstmögliche Umsetzung der Zusicherungen von Präsident Alijew, eine Untersuchung durchzuführen und die Verantwortlichen zu bestrafen. Wir gehen davon aus, dass sich die aserbaidschanische Seite im Zusammenhang mit dem tragischen Vorfall keine mehrdeutigen Aussagen mehr erlauben wird“, hieß es. Damit reagierte Moskau auf die Aussagen des aserbaidschanischen Botschafters in Russland, Polad Bjulbjul Ogly, der zuvor bezüglich des Vorfalls sagte, dass Krieg eben Krieg sei und da alles passieren könne. 

    Es sei Abend gewesen, der Hubschrauber sei in geringer Höhe geflogen, so dass er vom Radar nicht identifiziert werden konnte, und die jungen Leute hätten eine solche Entscheidung (über den Abschuss –  Anm. d. Red.) getroffen, so der Botschafter.

    Abschuss des russischen Helikopters

    Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Montag mitgeteilt, dass ein Kampfhubschrauber des Typs Mi-24 der russischen Armee über Armenien mit einem schultergestützten Boden-Luft-Flugabwehrraketensystem abgeschossen worden sei. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, ein weiterer konnte lebend geborgen werden. Der Hubschrauber sei im armenischen Luftraum außerhalb der Konfliktzone abgeschossen worden, hieß es. Der Mi-24 eskortierte gerade eine Autokolonne der 102. russischen Militärbasis.

    Daraufhin hatte Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin in einem Telefongespräch um Entschuldigung gebeten: Man habe den russischen Mi-24 im Dunkeln mit einem armenischen Kampfhubschrauber verwechselt. Alijew versprach, die Verantwortlichen zu bestrafen. Er bekräftigte zudem die Bereitschaft seines Landes, Russland zu entschädigen. 

    Die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem Abschuss ein Strafverfahren unter dem Artikel „fahrlässige Einstellung zum Dienst“ eröffnet.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Hubschrauber, Ilham Alijew, Umsetzung, Untersuchung, Vorfall, Baku