16:26 28 November 2020
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    Zur Überwachung der zwischen Armenien und Aserbaidschan unter Vermittlung Russlands vereinbarten Waffenruhe sind die ersten Einheiten der russischen Friedensmacht in die Karabach-Hauptstadt Stepanakert einmarschiert.

     „Die Waffenruhe wird entlang der gesamten Berührungslinie eingehalten“, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Donnerstag mit.

    „Die Vorhut des russischen Kontingents hat heute mit der Erfüllung der Aufgaben zur Kontrolle über die Einhaltung der Vereinbarung zur Einstellung der Kampfhandlungen auf dem Territorium von Bergkarabach begonnen“, sagte er.

    Latschin-Korridor unter Kontrolle der Friedenstruppen

    Den Angaben zufolge wurden an der Trennlinie in Bergkarabach und im sogenannten Latschin-Korridor, der Karabach mit dem armenischen Kernland verbindet, zehn Beobachtungsposten aufgestellt.

    In der Nacht zum Dienstag (10. November) hatten Russland, Aserbaidschan und Armenien ein Abkommen über die Einstellung der Kampfhandlungen in Bergkarabach unterzeichnet. Darin heißt es unter anderem, dass die aserbaidschanischen und die armenischen Militärs in den von ihnen besetzten Stellungen bleiben und Gefangene austauschen sollen.

    Armenien muss Territorien abtreten

    Armenien soll drei Bezirke an Baku zurückgegeben. Darüber hinaus sollen in Bergkarabach russische Friedenstruppen stationiert werden.

    Baku bezeichnete die Vereinbarung als Kapitulation Eriwans. Armeniens Premier Nikol Paschinjan sprach bezüglich des Abkommens von „einer äußerst schwierigen Entscheidung“. In der armenischen Hauptstadt kam es zu massiven Protesten der Opposition, die Paschinjan „Verrat“ vorwirft.

    am/mt

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    Igor Konaschenkow, Einmarsch, Einmarsch, Friedenstruppen, Russland, Bergkarabach-Konflikt