20:37 23 November 2020
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    Russland hat laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow keine Konkurrenz auf dem Pipeline-Gasversorgungsmarkt. Die Handlungen der USA in Bezug auf Nord Stream 2 bezeichnete er als unlauteren Wettbewerb.

    „Dieser Markt (Spotmarkt – Anm. der Red.) ist viel weniger stabil als der Gaspipelinemarkt. Russland kennt keine Konkurrenten bei der Gasversorgung via Pipelines“, sagte Peskow in einem Interview mit dem TV-Sender RT.

    Dieser Markt sei stabil, im Allgemeinen billiger, zuverlässiger und langfristig angelegt. Dies ermögliche es für die Verbraucher, langfristige Entwicklungspläne zu erstellen. Washington versuche aber, Russland mit „unfairen Mitteln“ vom europäischen Markt zu verdrängen. „Das ist nichts anderes als ein absolut unlauterer Wettbewerb“, sagte Peskow weiter.

    „Offen gesagt scheuen sich die US-Botschafter in europäischen Hauptstädten gar nicht, die Leiter von Unternehmen, Vertreter der Führung dieser Länder einzuladen und sie wie ein Lehrer einen Schüler zu tadeln in Bezug auf Unzweckmäßigkeit, dieses Projekt fortzusetzen“, sagte Peskow. 

    Nord Stream 2

    Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland.
    Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro. 

    Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein. US-Politiker erwägen derzeit eine Erweiterung der Restriktionen.

    Offiziell teilte der Konzern Gazprom im August nur mit, dass er weiter zu seinen Plänen zum Weiterbau von Nord Stream 2 stehe und die dafür notwendigen Arbeiten erfülle. Das Unternehmen sei jedoch in der öffentlichen Preisgabe der Informationen beschränkt, unter anderem wegen des erheblichen Drucks, der auf das Projekt ausgeübt werde.

    om/mt

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    Tags:
    Konkurrenz, EU, Widerstand, USA, Russland, Nord Stream 2