13:00 04 Dezember 2020
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    Der Kremlsprecher Dmitri Peskow ist gegenüber russischen Medien am Freitag auf die Beziehungen zwischen Russland und den USA unter Ex-Präsident Barack Obama und Donald Trump eingegangen. Die Meinungsverschiedenheiten mit der Obama-Regierung können ihm zufolge als Vorläufer der Verschlechterung des Dialogs unter Trump gedient haben.     

    „(…) Es war ein schwieriger Dialog (des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Ex-US-Präsident Barack Obama – Anm. d. Red.), insbesondere wahrscheinlich in den letzten sechs Monaten von Barack Obamas Amtszeit“, sagte Peskow.

    Damals habe es viele Meinungsverschiedenheiten gegeben, die anscheinend die Vorläufer für die Verschlechterung der bilateralen Beziehungen in der Amtszeit von Trump gewesen seien, fügte er hinzu.

    Dabei ging Peskow auf die Gründe für die Verschlechterung des russisch-amerikanischen Verhältnisses unter Obama ein und sagte, dass „Washington anscheinend vorhatte, die Russische Föderation in dem Zustand zu erhalten, in dem sich diese Anfang der 90er Jahre befunden hatte“. Ein solches Russland sei für die Vereinigten Staaten „problemlos, bequem und vorteilhaft“ gewesen.

    „Das ist Russland, das regiert werden kann, das ist Russland, das kein Sagen auf internationaler Ebene hat, das ist Russland, das weder wirtschaftliches, soziales, politisches noch föderales Potenzial noch das Recht hat, zu beanspruchen, selbst entscheiden zu können. Und das ist Russland, welches nicht sagen kann: 'Genossen, nur auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und der Berücksichtigung gegenseitiger Interessen'", so der Kremlsprecher.

    Sobald sich Russland ab dem Jahr 2000 zu verändern begonnen habe, habe sich Washington zunehmend unwohl gefühlt, betonte Peskow.

    „Und je mehr das Land auf die Beine kam, je mehr das Land an Macht gewann (...), desto mehr bestand - zunehmend - ein Grund für die Sorge. Und das war wahrscheinlich der Vorläufer des Standes, der heute besteht“, fügte er hinzu.

    Russland würde offen sagen, dass es nicht bereit sei, mit jemandem unter den Bedingungen zu kommunizieren, bei denen seine Gleichberechtigung beeinträchtigt werde, hieß es. 

    „Es ist offensichtlich, dass Russland nicht bereit ist, Zugeständnisse zu machen, die außerhalb der roten Linien der nationalen Interessen liegen. Und es ist offensichtlich, dass Russland es sich leisten kann, all dies zu tun. Und hier beginnt schon die Reibung, und es kommt dann zu der Unwilligkeit von 'Partner X', von der Position desjenigen, der die Bedingungen diktiert, zur Position des Landes zu wechseln, welches zu einer gleichberechtigten Zusammenarbeit bereit ist, die auf der Berücksichtigung von Interessen und gegenseitigem Vorteil beruht“, resümierte Pskow.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Dialog, Donald Trump, Barack Obama, Beziehungen, Russland, USA, Dmitri Peskow