14:24 25 November 2020
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    Das iranische Außenministerium hat einen Bericht der Zeitung „The New York Times“ dementiert, dem zufolge der zweithöchste Al-Qaida*-Anführer in Teheran getötet worden sein soll.

    Das Blatt „The New York Times“ hatte unter Verweis auf Nachrichtendienstkreise berichtet, der zweithöchste Anführer des Terrornetzwerkes al-Qaida*, der als einer der Drahtzieher der tödlichen Angriffe auf US-Botschaften in Afrika von 1998 gilt, sei vor drei Monaten von israelischen Agenten im Iran getötet worden.

    Demnach wurde Abdullah Ahmed Abdullah, der unter dem Kampfnamen Abu Muhammad al-Masri bekannt war, am 7. August, dem Jahrestag der Terroranschläge auf US-Botschaften in Tansania und Kenia, auf den Straßen von Teheran von zwei Motorrad-Attentätern erschossen. Er sei zusammen mit seiner Tochter Miriam, der Witwe des Sohnes von Osama bin Laden, Hamza bin Laden, getötet worden.

    Der Angriff sei von israelischen Agenten auf Veranlassung der Vereinigten Staaten ausgeführt worden, wie vier Beamte mitgeteilt haben sollen.

    Abdullah Ahmed Abdullahs Tod sei allerdings bislang nicht bestätigt worden: Weder der Iran, noch die Terrororganisation Al-Qaida,die USA oder Israel hätten ihn öffentlich zugegeben. Kein Land habe sich für die Tötung verantwortlich erklärt, so die Zeitung.

    Al-Masri habe sich seit 2003 in iranischem „Gewahrsam“ befunden; seit mindestens 2015 habe er frei im Bezirk Pasdaran in Teheran gelebt, hätten US-Nachrichtendienstbeamte gegenüber der Zeitung mitgeteilt.

    Iran empfiehlt, „Hollywood-Szenarien“ von US-Behörden nicht zu glauben

    Nun wies Teheran den NYT-Bericht zurück.

    „Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Said Hatibzade, weist die Präsenz von Mitgliedern dieser Gruppe im Iran entschieden zurück und empfiehlt den US-Medien, den Hollywood-Szenarien der amerikanischen und zionistischen Behörden keinen Glauben zu schenken“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Vorwürfe gegen Teheran würden als Teil des Wirtschafts-, Informations- und psychologischen Krieges entstehen, erinnerte Hatibzade.

    Al-Qaida sei ein Produkt der „falschen Politik der USA und ihrer Verbündeten in der Region“, betonte er. Die Vereinigten Staaten und Israel würden mit solchen Informationen über die Präsenz von Terroristen im Iran versuchen, sich der Verantwortung für kriminelle Aktivitäten „dieser und anderer Terrorgruppen“ zu entziehen.

    Terroranschläge auf US-Botschaften in Daressalam und Nairobi

    Bei Autobombenanschlägen vor den Botschaften der Vereinigten Staaten in Daressalam und Nairobi am 7. August 1998 waren 224 Menschen getötet und mehr als 4000 weitere verletzt worden. Obwohl sich die Terroranschläge gegen US-Botschaften richteten, waren lediglich zwölf Todesopfer US-Bürger.

    * Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    asch/sna/ae

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    Tags:
    The New York Times, New York Times, Tötung, Al-Qaida-Anführer, Al-Qaida, Israel, Iran, USA