05:09 03 Dezember 2020
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    Armenien und Aserbaidschan haben die Überreste ihrer Soldaten ausgetauscht, die bei den Gefechten in Bergkarabach getötet worden sind. Der Gefallenenaustausch ist Teil des Waffenstillstandsabkommens, das beide Kaukasus-Staaten in dieser Woche erzielt haben. 

    Wie das aserbaidschanische Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte, wurden die Überreste von Armeeangehörigen, die im Raum Schuscha gefallen waren, unter Vermittlung der in Bergkarabach stationierten russischen Friedenssoldaten ausgetauscht.

    „Wir danken dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation und persönlich dem Verteidigungsminister, Armeegeneral Sergej Shoigu, für die Organisation dieser humanitären Aktion“, hieß es.

    Nach fast sieben Wochen andauernden Kämpfen um Bergkarabach hatten Armenien und Aserbaidschan am 10. November unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew nannte die Vereinbarung eine Kapitulation Armeniens. Der armenische Regierungschef, Nikol Paschinjan, sprach von einer schwierigen Entscheidung, die Vereinbarung unterzeichnen zu müssen. In Armenien gab es Proteste gegen Paschinjan und die Vereinbarung mit Aserbaidschan. Nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums befinden sich derzeit 1960 russische Friedenssoldaten, 90 Schützenpanzer rund 380 Fahrzeuge in Bergkarabach.

    leo/ae

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    Tags:
    Austausch, Tote, Waffenstillstand, Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien