19:14 27 November 2020
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    Experten können auf Empfehlung des Zentrums für das Welterbe der UNESCO in die Erhaltung der Kulturschätze in Bergkarabach einbezogen werden. Das gab die Sonderbotschafterin des russischen Außenministeriums, Eleonora Mitrofanowa, gegenüber der Agentur RIA Novosti bekannt.

    „Das mit der Einbeziehung der UNESCO in den Prozess der Erhaltung der Kulturerbe-Objekte in Bergkarabach wird nicht so einfach sein“, sagte Mitrofanowa, die zuvor unter anderem als UNESCO-Botschafterin Russlands tätig war.

    Ihr zufolge gibt es „auf diesem Territorium keine Welterbe-Objekte“.

    „Zugleich können auf besonderes Verlangen Experten, die vom Zentrum für das Weltkulturerbe (UNESCO) empfohlen werden, herangezogen werden“, betonte die Sonderbotschafterin.

    Zuvor hatte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, bei einer Online-Pressekonferenz erklärt, dass die Co-Vorsitzenden der Minsker OSZE-Gruppe gemeinsam mit den Organisationen der Vereinten Nationen und vor allem solchen wie die UNESCO bei der Anbahnung des friedlichen Lebens in Bergkarabach, der Koexistenz der ethnokonfessionellen Gruppen, bei dem Wiederaufbau von kulturellen, religiösen Einrichtungen und der Gewährleistung ihrer sicheren und respektvollen Tätigkeiten eine enorm wichtige Rolle spielen könnten. 

    Am Freitag hatte der russische Staatschef, Wladimir Putin, einen Erlass zur Gründung eines interinstitutionellen Zentrums unterzeichnet, dass sich mit der humanitären Lage in Bergkarabach befassen werde. Dem Zentrum gehörten Vertreter der russischen Ministerien für Zivilschutz und für auswärtige Angelegenheiten sowie des Inlandsgeheimdienstes FSB sowie weiterer föderaler Behörden der Exekutive an.

    Waffenstillstandsvereinbarung für Bergkarabach

    Russlands Präsident Wladimir Putin, sein aserbaidschanischer Amtskollege, Ilcham Alijew, und der armenische Premierminister, Nikol Paschinjan, hatten in der Nacht zum 10. November eine Waffenstillstandsvereinbarung für Bergkarabach erzielt.

    Die Vereinbarung sieht den vollständigen Waffenstillstand in Bergkarabach vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen. Das Dokument sieht außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen vor.

    Entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Latschin-Korridors wird ein russisches Friedenskontingent stationiert. Zwischen Aserbaidschan und der Autonomen Republik Nachitschewan (aserbaidschanische Exklave, gelegen zwischen Armenien, dem Iran und der Türkei) soll ein Korridor eingerichtet werden.

    ns/sna/ae

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    Tags:
    Türkei, Sergej Lawrow, Nikol Paschinjan, Ilham Alijew, Wladimir Putin, Objekte, Kulturerbe, UNESCO, Bergkarabach-Konflikt, Armenien, Aserbaidschan, Russland