20:24 24 November 2020
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    Die Minsker OSZE-Gruppe soll nach Ansicht des armenischen Präsidenten Armen Sarkissjan den Regelungsprozess in Bergkarabach so schnell wie möglich wieder auf sich nehmen.

    „Es gibt ein Dokument über einen Waffenstillstand, es gibt keine Minsker Gruppe. Das ist die einzige Institution, der hohe Befugnisse zur Lösung des Problems des Status von Artsakh (der Selbstname von Karabaсh – Anm.d.Red.) erteilt wurden. Niemand wird dies ändern. Der Status ist noch nicht bestimmt worden, das ist nur ein Waffenstillstand, daher ist es dringend erforderlich, den Prozess wieder an die Minsker Gruppe der OSZE zu übergeben”, zitiert der Pressedienst Sarkissjan.

    Es ist ihm zufolge notwendig, Baku zu zwingen, zur Minsker Gruppe zurückzukehren.

    Waffenstillstand in Bergkarabach

    Nach fast sieben Wochen andauernden Kämpfen um Bergkarabach hatten Armenien und Aserbaidschan am 10. November unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew nannte die Vereinbarung eine Kapitulation Armeniens. Der armenische Regierungschef, Nikol Paschinjan, sprach von einer schwierigen Entscheidung, die Vereinbarung unterzeichnen zu müssen. In Armenien gab es Proteste gegen Paschinjan und die Vereinbarung mit Aserbaidschan. Nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums befinden sich derzeit 1960 russische Friedenssoldaten, 90 Schützenpanzer rund 380 Fahrzeuge in Bergkarabach.

    sm/gs

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    Tags:
    Minsker OSZE-Gruppe, Vermittlung, Präsident, Armenien, Bergkarabach-Konflikt