11:49 04 Dezember 2020
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    Der gewählte Präsident der USA, Joe Biden, hat immer wieder auf den Ernst der Lage angesichts der Corona-Pandemie und der explodierenden Infektionszahlen verwiesen. Nun soll ein von Biden eingerichteter Beirat bei der Eindämmung des Virus helfen.

    Der Epidemiologe Dr. Michael Osterholm (ein Mitglied der Taskforce) äußerte sich gegenüber „The Guardian“ zu den Aufgaben des hochrangigen Gremiums, dem ingesamt 13 Experten angehören sollen – darunter ein ehemaliger leitender US-Chirurg, ein Ex-Kommissar für Ernährung und Arzneimittel sowie führende Virologen und Experten für biologische Abwehr.

    Angesichts der großen Verantwortung betonte Osterholm, dass Scheitern keine Option sei. „Wir müssen alles Mögliche tun, um die Auswirkungen des Virus auf unsere Gesellschaft zu verringern.“ Er verwies ferner auf die alarmierenden Fallzahlen in den USA.

    „Es ist wichtig zu verstehen, dass sich praktisch die gesamten USA in einen Hotspot verwandeln, was so viel zu bedeuten hat, dass es keine einzelnen Hotspots mehr gibt, sondern das ganze Land betroffen ist“, so der Epidemiologe.

    Joe Biden am 10. November 2020
    © REUTERS / JONATHAN ERNST
    In Bezug auf US-Bürger, welche den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen hätten, äußerte sich Osterholm wie folgt: „Wenn ich von jetzt auf gleich etwas ändern könnte, würde ich mir wünschen, dass jeder in diesem Land nur eine Stunde auf einer Intensivstation verbringen könnte.“ Die Tatsache, dass einige Leute noch immer denken würden, die Gefahr sei nicht real, stelle eine Herausforderung dar.

    „Die Arbeit läuft schon seit Monaten“, sagte Dr. Celine Gounder, klinische Assistenzprofessorin für Infektionskrankheiten an der medizinischen Abteilung der NYU Langone Health und ein weiteres Mitglied des Beirats. „Der Beirat soll einer Art Gesamtbild dienen, noch einmal einen Blick auf die Eindämmungspläne werfen, Feedback geben und eigene Ideen äußern.“  

    Nach Angaben der Johns Hopkins University wurden seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 10,7 Millionen Coronafälle registriert. Mehr als 244.000 Menschen sollen an oder mit dem Virus gestorben sein. Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern soll sich in den vergangenen zwei Wochen verdoppelt haben.

    mka/gs

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    Tags:
    USA, Bekämpfung, Coronavirus