06:10 03 Dezember 2020
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    Zwei Flugzeuge vom Typ Аn-124 „Ruslan“ der russischen Transportfliegerkräfte mit Friedensstiftern und Panzertechnik an Bord sind auf dem Flughafen der armenischen Hauptstadt Jerewan eingetroffen. Das folgt aus einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums am Sonntag.

    „Flugzeuge haben zehn Schützenpanzerwagen BTR-82A, Mittel für die materiell-technische Versorgung sowie rund 30 Soldaten der friedensstiftenden Einheit gebracht“, heißt es.

    Nach der Entladung, Überprüfung und Vorbereitung der Fahrzeuge würden die Friedensstifter einen 300 Kilometer langen Marsch zu ihrem Dislozierungsort in der Stadt Goris unternehmen. 

    Am Samstag teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit, dass Russland in den zurückliegenden 24 Stunden 20 Flugzeuge mit 170 Friedenstruppen nach Bergkarabach geschickt habe.

    Geplant sei, eine Friedenstruppe von insgesamt 1960 Mann, 90 Schützenpanzerwagen, 380 Fahrzeugen und anderem Gerät aufzustellen.

    Zuspitzung der Situation in Bergkarabach

    Am 27. September hatte sich die Situation in Bergkarabach erneut verschärft. Armenien und Aserbaidschan machten sich einander für die Eskalation verantwortlich. Die Konfliktparteien verkündeten eine vollständige oder teilweise Mobilmachung und lieferten sich Gefechte. Innerhalb eineinhalb Monate wurden drei Versuche unternommen, das Feuer einzustellen, aber erfolglos. 

    Friedensmission in Bergkarabach

    Russlands Präsident Wladimir Putin, sein aserbaidschanischer Amtskollege, Ilcham Alijew, und der armenische Premierminister, Nikol Paschinjan, hatten in der Nacht zum 10. November eine Waffenstillstandsvereinbarung für Bergkarabach erzielt.

    Die Vereinbarung sieht den vollständigen Waffenstillstand in Bergkarabach vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen. Das Dokument sieht außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen vor.

    Entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Latschin-Korridors wird ein russisches Friedenskontingent stationiert. Zwischen Aserbaidschan und der Autonomen Republik Nachitschewan (aserbaidschanische Exklave, gelegen zwischen Armenien, dem Iran und der Türkei) soll ein Korridor eingerichtet werden.

    ns/sna/ae

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    Tags:
    Türkei, Iran, An-124, Friedensstifter, Nikol Paschinjan, Ilcham Alijew, Wladimir Putin, Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien, Russland