15:31 25 November 2020
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen, Ilcham Alijew, und dem armenischen Premierminister, Nikol Paschinjan, die Situation in Bergkarabach telefonisch besprochen. Das teilte der Pressedienst des Kremls mit.

    Demnach erfolgten die Telefonate am Samstagabend. Erörtert worden seien praktische Aspekte der Umsetzung der trilateralen Vereinbarungen zu Bergkarabach vom 9. November.

    „Es wurde die Genugtuung zum Ausdruck gebracht, dass die Feuereinstellung eingehalten wird und die Lage an der Berührungslinie durchaus ruhig ist“, heißt es. 

    Wie der Pressedienst betonte, hat Putin im Gespräch mit Alijew unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass es in den Kreisen, die gemäß den Vereinbarungen an Aserbaidschan zurückgegeben werden sollen, christliche Kirchen und Klöster gibt.

    „Er (Putin – Anm. D. Red.) verwies auf die Wichtigkeit, die Sicherheit und die normalen kirchlichen Lebenstätigkeiten dieser Heiligtümer zu gewährleisten“, so der Kreml.

    Wie es weiter heißt, hat Aserbaidschans Präsident Verständnis gezeigt und versichert, dass die aserbaidschanische Seite nämlich in dieser Weise handeln werde.

    Waffenstillstandsvereinbarung zu Bergkarabach

    Russlands Präsident Wladimir Putin, sein aserbaidschanischer Amtskollege, Ilcham Alijew, und der armenische Premierminister, Nikol Paschinjan, hatten in der Nacht zum 10. November eine Waffenstillstandsvereinbarung für Bergkarabach erzielt.

    Die Vereinbarung sieht den vollständigen Waffenstillstand in Bergkarabach ab dem 10. November vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen. Das Dokument sieht außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen vor.

    Armenien soll drei Kreise an Baku zurückgeben. Darüber hinaus sollen entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Latschin 1960 russische Friedensstifter, 90 Schützenpanzerwagen, 380 Einheiten Automobil- und Spezialtechnik stationiert werden.

    Die Situation in Bergkarabach hatte sich am 27. September zugespitzt. Armenien und Aserbaidschan gaben sich immer wieder gegenseitig die Schuld am Ausbruch der Kämpfe. Die Situation erschwerte sich dadurch, dass Baku aktiv von der Türkei (Nato-Mitglied) unterstützt wurde. Armenien ist seinerseits Mitglied der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS).

    ns/ae

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    Tags:
    Umsetzung, Vereinbarung, Telefonat, Nikol Paschinjan, Ilcham Alijew, Wladimir Putin, Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien, Russland