15:39 25 November 2020
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    Das deutsche Bundesentwicklungsministerium hat die Vorwürfe wegen der Begleitung von Minister Gerd Müller (CSU) durch seine Ehefrau bei Auslandsreisen zurückgewiesen.

    Es sei richtig, dass der Minister auf seinen Reisen nach Afrika und in Krisen- und Flüchtlingsgebieten von seiner Ehefrau begleitet worden sei, „was Regierungsmitgliedern möglich ist“, äußerte ein Sprecher der Behörde gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

    Laut der „Bild am Sonntag“ steht Müller in der Kritik, weil er seine Ehefrau in Regierungsmaschinen bei Auslandsreisen, überwiegend in afrikanische Staaten, mitgenommen, Oppositionspolitikern die Mitreisen jedoch verwehrt habe. Zudem sei unklar, wie viel seine Frau für die Reisen bezahlt habe.

    „In der gesamten Legislaturperiode gab es nicht eine Einladung“, behauptete demnach Christoph Hoffmann, entwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Auch der entwicklungspolitische Sprecher der Grünen, Uwe Kekeritz, habe Müller seit 2014 kein einziges Mal begleiten dürfen, so die Zeitung. Der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sascha Raabe, sei bei einer Afrikareise im Februar 2020 kurzfristig wieder ausgeladen worden, da es wegen Müllers Ehefrau keinen Platz mehr in der Regierungsmaschine gegeben habe.

    Fünf Mal in der Regierungsmaschine, vier Mal per Linienflug

    „Die Begleitung der Ehefrau hatte keinen Einfluss auf die Möglichkeit der Mitreise von Fachpolitikern“, wies der Sprecher die Kritik zurück. An den Reisen nähmen regelmäßig Journalisten und Fachexperten teil. Auch mehrere Abgeordnete aus Oppositionsfraktionen hätten den Minister begleitet.

    Dem Ministeriumssprecher zufolge begleitete Gertie Müller-Hoorens ihren Mann in dieser Legislaturperiode fünf Mal in der Regierungsmaschine und vier Mal auf eigene Kosten per Linienflug. Alle anfallenden Kosten zum Beispiel für Visa, Hotel und Verpflegung sowie die anteiligen Flugkosten bei der Flugbereitschaft seien nach dem Höchstsatz von 100 Prozent beglichen worden.

    Laut „Bild am Sonntag“ soll Müller der einzige Minister aus dem Bundeskabinett sein, der die Möglichkeit nutze, seine Frau in der Regierungsmaschine mitzunehmen.

    asch/dpa/ae

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    Reise, Ehefrau, Gerd Müller, Entwicklungshilfe, Minister, Entwicklung