21:06 23 November 2020
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    Aserbaidschan hat laut dem Assistenten des Präsidenten des Landes, Hikmet Gadschijew, Armenien noch weitere zehn Tage Zeit für den Truppenabzug aus der Region Kalbadschar gegeben.

    „Angesichts der Schwierigkeiten der armenischen Seite und unter Berücksichtigung der Prinzipien des Humanismus hat Aserbaidschan beschlossen, Armenien weitere zehn Tage Zeit zu geben, damit es seine Streitkräfte aus der Region Kalbadschar abzieht. Das Datum, an dem die Region an Aserbaidschan übergeben wird, ist nun nicht der 15. sondern der 25. November“, sagte Gadschijew bei einem Briefing am Sonntag.

    Ihm zufolge hat die armenische Seite unter Vermittlung Russlands zusätzliche Zeit beantragt. Schwierigkeiten seien mit der Tatsache verbunden, dass nur eine Straße mit begrenzter Verkehrsleistung von der Region Kalbadschar nach Armenien führe. Darüber hinaus würden schwierige Wetterbedingungen die Situation verschlechtern.

    Die Daten für die Übergabe der Regionen Agdam und Latschin an Aserbaidschan –  der 20. November und der 1. Dezember –  bleiben laut Gadschijew unverändert.

    Waffenstillstand in Bergkarabach

    Nach fast sieben Wochen andauernden Kämpfen um Bergkarabach hatten Armenien und Aserbaidschan am 10. November unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew nannte die Vereinbarung eine Kapitulation Armeniens. Der armenische Regierungschef, Nikol Paschinjan, sprach von einer schwierigen Entscheidung, die Vereinbarung unterzeichnen zu müssen. In Armenien gab es Proteste gegen Paschinjan und die Vereinbarung mit Aserbaidschan. Nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums befinden sich derzeit 1960 russische Friedenssoldaten, 90 Schützenpanzer rund 380 Militärfahrzeuge in Bergkarabach.

    sm/gs

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    Tags:
    Bergkarabach-Konflikt, Waffenstillstand, Eriwan, Baku