18:53 24 November 2020
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    Die frühere Präsidentschaftskandidatin in Weißrussland und Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja will Weißrussland vom internationalen SWIFT-Zahlungssystem trennen und die Kreditvergabe ausländischer Banken an die staatlichen Belarusbank und Belagroprombank einstellen.

    „Wir arbeiten daran, dass ausländische Banken die Kreditvergabe und die Zusammenarbeit mit weißrussischen, hauptsächlich staatseigenen Banken - Belarusbank und Belagroprom - einstellen“, sagte die derzeit im Ausland lebende Politikerin in einer Erklärung, die am Montag von ihrem Pressedienst verbreitet wurde. 

    Die Opposition diskutiere auch die Möglichkeit, das offizielle Minsk vom internationalen Zahlungssystem SWIFT zu trennen.

    „Wir besprechen die Möglichkeit, das Regime von Lukaschenko vom SWIFT-System zu trennen“, hieß es in der Erklärung. 

    In Weißrussland dauern seit fast zwei Monaten Proteste an. Auslöser war die Präsidentschaftswahl vom 9. August, bei der Amtsinhaber Alexander Lukaschenko laut offiziellen Angaben mit 80,1 Prozent der Stimmen zum sechsten Mal gesiegt hat. Die Opposition hält dagegen ihre Kandidatin Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin und drängt auf neue Wahlen. In den ersten Protesttagen gab es nach Behördenangaben drei Tote, Hunderte Verletzte und fast 7000 Festnahmen.

    om/gs

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