20:45 23 November 2020
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    Wisconsin verlangt Millionen von Trump für Neuauszählung; Lindner warnt vor Jobverlust durch schärfere Abgaswerte; Saudi-Arabien schließt atomare Bewaffnung nicht aus; Pfizer testet Logistik für Corona-Impfstoff in den USA; Lockdown in Österreich beginnt; Extrem gefährlicher Hurrikan trifft in Nicaragua auf Land

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Wisconsin verlangt Millionen von Trump für Neuauszählung

    Die Wahlkommission des US-Bundesstaats Wisconsin hat von US-Präsident Donald Trump eine Vorauszahlung in Höhe von rund acht Millionen US-Dollar für eine mögliche Neuauszählung der Stimmen verlangt. US-Medien hatten prognostiziert, dass Joe Biden den Staat Wisconsin und seine zehn Wahlstimmen gewonnen habe. Nach inoffiziellen Ergebnissen führt Biden vor Trump mit 20.470 Stimmen. Das ist eine Differenz von 0,62 Prozent. Dieses knappe Ergebnis lässt eine Nachzählung zu, wenn der unterlegene Kandidat eine anfordert. Da Bidens Vorsprung jedoch mehr als 0,25 Prozent beträgt, muss die Trump-Administration die geschätzten Kosten für die Nachzählung im Voraus bezahlen. Meagan Wolfe, Wisconsins oberster Wahlbeamter, begründete die hohe Summe laut dem Fernsehsender CNN mit einem Mehraufwand durch die Corona-Pandemie.

    Lindner warnt vor Jobverlust durch schärfere Abgaswerte

    Vor dem Spitzengespräch zur Autobranche hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner die Bundesregierung aufgefordert, der EU-Kommission mit ihren Plänen für schärfere Abgaswerte Einhalt zu gebieten. „Die Bundesregierung muss solchen Plänen frühzeitig eine Absage erteilen“, sagte er der dpa in Berlin. Dass ausgerechnet Umweltministerin Svenja Schulze für Deutschland die Verhandlungen führen soll, müsse ein Alarmsignal für die deutsche Wirtschaft sein. Daher erwarte er ein klares Bekenntnis von Wirtschaftsminister Peter Altmaier zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland - und ein entsprechendes Handeln.

    Saudi-Arabien schließt atomare Bewaffnung nicht aus

    Saudi-Arabien behält sich eine atomare Bewaffnung für den Fall vor, dass eine iranische Atombombe nicht verhindert werden kann. Das sei definitiv eine Option, sagte der Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Dschubair, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Wenn der Iran zur Nuklearmacht werde, würden andere Länder folgen. Saudi-Arabien habe sehr klar gemacht, dass es alles tun werde, was möglich sei, um seine Bevölkerung und sein Staatsgebiet zu schützen. Saudi-Arabien hat wie der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, in dem sich die Staaten ohne Atomwaffen dazu verpflichten, auch künftig keine anzuschaffen.

    Pfizer testet Logistik für Corona-Impfstoff in den USA

    Der US-Pharmakonzern Pfizer wird in vier US-Bundesstaaten mit einem Testlauf für seinen in Partnerschaft mit Biontech erforschten Impfstoff beginnen. Mit dem Pilotprojekt in Rhode Island, Texas, New Mexiko und Tennessee sollen die Logistikanforderungen für die Auslieferung und den Einsatz des Covid-19-Impfstoffes überprüft werden, teilte das Unternehmen mit. Die vier Staaten werden aufgrund des Programms keine Impfdosen früher als andere Staaten erhalten oder anderweitig bevorzugt, sagte Pfizer. Sie seien wegen ihrer unterschiedlichen Größe, Bevölkerungsvielfalt und Immunisierungsinfrastruktur ausgewählt worden.

    Lockdown in Österreich beginnt

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder auf Minimalbetrieb heruntergefahren. Seit Mitternacht bis zum 6. Dezember kommt es zum Lockdown. Wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr ist das Verlassen von Haus und Wohnung nur aus bestimmten Gründen erlaubt, wie zum Beispiel zum Einkaufen, für unbedingt nötige Fahrten zur Arbeit, für Arztbesuche oder auch zum Joggen. Fast alle Geschäfte sind zu außer Läden für den täglichen Bedarf. Schulen stellen auf Fernunterricht um.

    Extrem gefährlicher Hurrikan trifft in Nicaragua auf Land

    Der extrem gefährliche Wirbelsturm „Iota“ hat Nicaragua erreicht. Er traf in der Nacht unserer Zeit als Hurrikan der Kategorie vier mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern im Nordosten des mittelamerikanischen Landes auf Land, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA mitteilte. Den Meteorologen zufolge war mit einer lebensbedrohlichen Sturmflut sowie katastrophalen Windschäden, sintflutartigem Regen, Überschwemmungen und Erdrutschen zu rechnen. Der Sturm zog zunächst, noch als Hurrikan der Kategorie fünf, über die kolumbianische Karibikinsel Providencia hinweg. Es handelte sich nach Angaben des Staatspräsidenten Iván Duque um den ersten Hurrikan der höchsten Stufe auf kolumbianischem Gebiet. Auch in den übrigen Ländern Mittelamerikas und in Mexiko war nach Angaben des Hurrikanzentrums mit Auswirkungen des Unwetters zu rechnen.

    mk/ae

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    Tags:
    Lockdown, Coronavirus, Österreich, EU, USA