05:37 03 Dezember 2020
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    Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, betrachtet Moskau die Worte des deutschen Botschafters in Litauen, Matthias Sonn, darüber, dass das Ziel der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee darin bestanden habe, „Stalins repressive Herrschaft“ dort zu etablieren, als zynische Provokation.

    „Wir qualifizieren diese 'Enthüllungen' eines hochrangigen Diplomaten des deutschen Außenministeriums, inspiriert von russlandfeindlichen Gefühlen, die seit Jahrzehnten von nationalistischen Kräften in Litauen gepflegt werden, als grobe und zynisch Provokation“, sagte Sacharowa in einem Briefing am Donnerstag. 

    Moskau erwarte eine Erklärung von Berlin und fordere es auf, „sich deutlich von einem solchen individuellen Angriff zu distanzieren, der leider kein Einzelfall ist“.

    Ihr zufolge werden in der letzten Zeit in der Bundesrepublik Deutschland zunehmend Ideen aktiv gefördert, dass die Sowjetunion im Zusammenhang mit den Gründen für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit Nazideutschland gleichgesetzt wird. 

    „Zu welchem ​​Zweck dies gemacht wird, ist absolut offensichtlich: Der Wunsch, die Verantwortung Deutschlands für die unmenschlichen Verbrechen des Nationalsozialismus einfach auszuradieren. Ein solcher Ansatz ruft eine absolut kategorische Ablehnung hervor und stellt den Prozess der Versöhnung von Russen und Deutschen nach dem Krieg in Frage, der in Bezug auf den Grad der menschlichen Selbstbestimmung beispiellos ist“, resümierte Sacharowa.

    pd/mt/sna

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    Aussage, Botschafter, Litauen, Zweiter Weltkrieg, Maria Sacharowa